Otto Braasch ist tot. Der international renommierte Luftbild-Archäologe, der von Landshut-Ellermühle aus zu unzähligen Erkundungsflügen aufgestiegen ist, ist in der Nacht auf den 5. August in Lahr/Schwarzwald gestorben, wo er seit einigen Jahren lebte. Braasch, ehemals Starfighter- und Phantom-Pilot der Bundeswehr, ist 84 Jahre alt geworden.

In kongenialer Partnerschaft mit dem Archäologen Rainer Christlein (1940-1983), dem ersten Leiter der damaligen Landshuter Außenstelle des Landesamts für Denkmalpflege (BLfD), hat Braasch ab 1980 in bewundernswerter Weise die Erforschung Bayerns und Niederbayerns vorangebracht. Lange war dies ein weißer Fleck auf der Karte der Wissenschaft gewesen. In der BLfD-Außenstelle entstand das zweitgrößte archäologische Luftbild-Archiv der Welt.