Das Zitat, dass das Missverständnis zwischen Politikern und Jugendlichen am besten beschreibt, ist acht Monate alt. „Das ist eine Sache für Profis“, sagte FDP-Chef Christian Lindner im März. Er unterstellte den vielen jungen Menschen, die für mehr Klimaschutz auf die Straße gehen, dass diese nicht „alle globalen Zusammenhänge“ sehen.
Während fast die gesamte Politik in den ersten Monaten über den Sinn dieser Proteste diskutierte und lange nur mit den Streiks beschäftigt war, haben diese jungen Menschen einen Plan entwickelt. Der zeigt: Sie haben Ahnung von globalen Zusammenhängen. Das Buch des Jugendrats der Generationenstiftung ist der beste Beweis.
Darin findet sich dieser Plan, der nachvollziehbar ist. Er ist die perfekte Antwort auf den Hohn der Politiker. Doch es geht nun nicht darum, wer Schuld an der aktuellen Lage hat. Es geht nicht um Jung gegen Alt. Es geht um die Sache. Und da kann es nur Jung mit Alt geben.
Ja, dieser Plan ist radikal. Ja, er ist idealistisch. Ja, er ist manchmal utopisch. Aber vielleicht muss er das sein. Zu lange ist nichts passiert. Und Tatsache ist: Es ist ein Plan. Für eine Zukunft, in der jeder gut leben kann. Das ist eigentlich Aufgabe von Politikern. Daher ist es zuerst einmal traurig, dass es dieses Buch braucht. Gleichzeitig ist es aber unglaublich wichtig, dass es diesen Plan nun gibt. Unsere Zeit läuft. Eine mögliche Lösung ist da. Sie steht in diesem Buch.