"Zeichen stehen auf Erholung" Aiwanger fordert Impulse für den Aufschwung

Hubert Aiwanger (Freie Wähler). Foto: Christophe Gateau/dpa/Archivbild

Die bayerische Industrie hat die Corona-Krise nach Einschätzung von Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger überstanden. "Jetzt stehen die Zeichen wieder auf Erholung: Bereits im Juni dieses Jahres war die Produktion höher als im Juni 2019", sagte der Freie-Wähler-Vorsitzende am Mittwoch vor der Vorstellung des Industrieberichts 2021 in München.

Allerdings seien Lieferengpässe bei Material und Halbleitern, steigende Rohstoffpreise und protektionistische Tendenzen im Welthandel ein Risiko für die weitere Entwicklung. "Deshalb sind jetzt bundespolitische Impulse notwendig: Senkung der Unternehmenssteuern, wettbewerbsfähige Strompreise und Abschaffung des Soli", sagte Aiwanger.

Gemessen am Umsatz war Bayern 2020 weiterhin Deutschlands stärkster Industriestandort. Die rund 7900 Betriebe im verarbeitenden Gewerbe setzten 348,8 Milliarden Euro um - ein Rückgang von 8,7 Prozent.

Die Zahl der Beschäftigten sank nur um 2,3 Prozent. Am stärksten war der Rückgang in Oberfranken mit minus 3,4 Prozent. Fast 1,3 Millionen Menschen oder jeder fünfte Erwerbstätige in Bayern arbeitet in einem Industrieunternehmen.

Stärkste Branche war die Automobilindustrie, gefolgt vom Maschinenbau und der Elektrotechnik. Wie in den Vorjahren wurde jeder zweite Euro im Ausland erwirtschaftet: Die bayernweite Exportquote lag bei 53,5 Prozent und damit 5,5 Prozentpunkte über dem Bundesdurchschnitt.

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