YouTube Grenzenlos kurios und bitterernst: Die Playlist „Spiegel TV vor 20 Jahren“ versetzt einen in die 1990er

Eine Frau in der zerbombten Stadt Grosny – im Winter 1994/95 berichtete Spiegel TV über den Tschetschenienkrieg.  Screenshot: YouTube/Der Spiegel
Eine Frau in der zerbombten Stadt Grosny – im Winter 1994/95 berichtete Spiegel TV über den Tschetschenienkrieg. Screenshot: YouTube/Der Spiegel

Ein Sprung zurück: Vor zwei Jahrzehnten berichtete Spiegel TV über verrückte Events und liefert uns heute Dokumente der Geschichte

Auf YouTube werden sekündlich Clips hochgeladen. Das spiegelt unsere flüchtige Zeit wider. Auf der Plattform lohnt sich aber auch mal ein Blick zurück, wie der Kanal von Spiegel TV beweist. In einer Playlist gibt es dort Beiträge zu sehen, welche die Reporter genau 20 Jahre vor dem Upload produziert haben.

Die Reportagen über außergewöhnliche Ereignisse von damals sind ziemlich unterhaltsam. Wie zum Beispiel die zum internationalen Pfahlsitz-Wettbewerb 1997. Sie erreichte auf YouTube über eine Million Aufrufe. Darin wollen die beiden Finalisten Holger aus Deutschland und der niederländische Wim herausfinden, wer es am längsten auf den eigenen vier Buchstaben in einem Hochsitz aushält. Es ging um 22 000 Mark.

Der Tschetschenienkrieg und eine Massenkarambolage

Aber auch bedeutende Ereignisse der jüngsten Geschichte haben ihren Platz im Themen-Mix von Spiegel TV. So wird in einer Reportage das Leid des Tschetschenienkrieges im Winter 1994/95 spürbar. Eine verschreckte ältere Frau steht darin vor einem brennenden Lastwagen und erzählt von den Bombenabwürfen: Die Stadt Grosny, in der sich das Filmteam damals befand, wurde von der russischen Armee zerstört. Heute schaffen solche Beiträge ein Bewusstsein für das Weltgeschehen aus einer Zeit, die wir zwar nicht miterlebt haben, die aber auch nicht lange zurückliegt.

2020 hat Spiegel TV vier Berichte aus dem Jahr 2000 hochgeladen. Beispielsweise den von der Massenkarambolage auf der A7 mit 140 Autos. Ein weiterer ist der zur „Kaviar-Maffia“. Er wirft ein kritisches Licht auf die Ausbeutung der Stör-Bestände. Das Bundesamt für Naturschutz gibt aktuell auf seiner Website an: Störe seien immer noch „die am stärksten gefährdete Gruppe von Fischen weltweit“. Das, was vor zwei Jahrzehnten geschah, kann unseren Blick auf das Jetzt also schärfen. Dazu leistet die Playlist von Spiegel TV ihren Beitrag. Reinschauen lohnt sich.

 

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