Es ist eine Tatsache, dass Bildungspolitik - zumindest, was die Umsetzung an der Basis angeht - oft in Frauenhand liegt. Angefangen bei der Zusammensetzung der Elternbeiräte bis hin zum Erzieher- oder Lehrerberuf, der ebenfalls weiblich dominiert wird. Und schließlich liegt die Kindererziehung daheim - betrachtet man die Elternzeiten, die genommen werden - meist immer noch zum Großteil in weiblicher Hand. Auch die Mainburger Stadträtinnen - ob nun selbst Mütter oder nicht - haben die Bildungspolitik fest im Blick, wie Teil 3 unserer Serie zur Stadtratspolitik aus weiblicher Perspektive zeigt.

Einen dringenden Ausbau der Mittagsbetreuung fordern Maureen Sperling und Gertraud Stangl von der CSU, und hier gehen die Frauen einmal mehr fraktionsübergreifend Hand in Hand. Auch Annette Setzensack von der ÖDP wünscht sich eine Erweiterung der Nachmittagsbetreuung, gerade für Grundschüler in einem Hort, sowie zudem eine Ferien- und Hausaufgabenbetreuung für Kinder. Renate Fuchs und Katharina Schweigard, die für die Freien Wähler im Stadtrat sind, fordern, bei der anstehenden Renovierung der Grundschule unbedingt neue Räumlichkeiten für die Ganztagesbetreuung mit einzuplanen.