Eigentlich, sagt Konrad Nätscher, ist er gelernter Koch und Kellner. Ein Gastronom durch und durch. In seiner Heimatstadt Grafenau kennt ihn jeder als Festwirt, außerdem verleiht er Zelte in allen Größen. Früher zapfte er noch Bier in seinem eigenen Wirtshaus, aber das gibt es seit 2004 nicht mehr. Heute ist es ein Mehrgenerationenhaus mit einer Intensivpflege-WG. Doch Nätscher investiert auch in andere WGs.

Der 64-Jährige sperrt die Tür einer alten Schreinerei in Postau (Kreis Landshut) auf. Frisch gestrichene weiße Wände mit Handläufen, neue Böden, kein einziger Kratzer. Nätschers Stimme hallt durch das Erdgeschoss, als er erzählt, wer hier bald die Räume mit Leben füllt. In die Schreinerei zieht eine Demenz-WG. Bis zu zwölf Menschen haben dann Platz.