Irgendwo müsse der Atommüll nun mal hin, erklärte der ehemalige bayerische Ministerpräsident Günther Beckstein am Donnerstagabend im Regensburger Presseclub. Der frühere CSU-Spitzenpolitiker ist Teil des 18-köpfigen unabhängigen Nationalen Begleitgremiums (NBG) für die bis 2031 laufende Suche nach einem Endlager.

"Du spinnst ja, für sowas deine Zeit herzugeben", habe seine Frau geantwortet, als Beckstein ihr Anfang 2020 seine Mitarbeit bei der Endlagersuche eröffnete. Zu sehr herrsche eine Atmosphäre in der Gesellschaft vor, bei der jeder nur schaue, "dass es nicht in seine Gegend kommt", zitiert Beckstein Donnerstagabend seine Partnerin. Er selbst könne bis heute nicht ganz nachvollziehen, dass Deutschland - noch vor der Kohle - 2022 komplett aus der Atomenergie aussteigen wird. Zumal Länder wie Frankreich derzeit den Ausbau auch im Grenzgebiet weiter forcieren.