Wörth an der Isar Großbrand in Recyclingfirma: Schadstoffe verweht

Auf dem Gelände einer Recyclingfirma war Anfang Juni ein Großbrand ausgebrochen. Foto: km

Am 3. und 4. Juni hat es in einem Recyclingbetrieb in Wörth an der Isar gebrannt. Wegen der freigesetzten Stoffe war eine Gesundheitsgefahr befürchtet worden. Laut Landratsamt Landshut ist aber nicht von einer "schädlichen Konzentration gesundheitsriskanter Verbrennungsprodukte" auszugehen.

Durch die aufsteigende Hitze und die Winde in der Brandnacht seien die Stoffe weiträumig verweht worden, wie es in einer Presssemitteilung des Landratsamtes vom Montag hieß. Laut Gesundheitsamts-Chef Dr. habil. Heribert Stich sei es nicht zu einer riskanten Konzentration der Verbrennungsstoffe gekommen. Er verweist dabei auf Untersuchungsergebnisse des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL), des Altdorfer Fachbüros PGA und der Fachfirma Agrolab (Bruckberg). Das Landratsamt hatte die Untersuchungen nach dem Großbrand in Auftrag gegeben. Die Ergebnisse werden auf der Internet-Seite des Landratsamts Landshut publiziert.

Aufgrund der Verwehung der Stoffe und des zunehmenden zeitlichen Abstands vom Brand könne keine unmittelbare Gesundheitsgefährdung für die Bevölkerung bestehen, hieß es in der Mitteilung des Landratsamtes. Vorausgegangen waren der Einschätzung verschiende Untersuchungen und Analysen. Die Ergebnisse zeigten „keine Risikoerhöhung für mit dem Großbrand in Zusammenhang stehenden Erkrankungen auf“. Auch Eier-, Salat-, Gemüse- und Obstproben aus dem Nachbarlandkreis Dingolfing-Landau hätten „keine bedenklichen Ergebnisse“ geliefert.

Es werden aktuell noch weitere Wasserproben und ein Hecht durch das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) untersucht. Mit den Ergebnissen dieser Untersuchungen ist kommende Woche zu rechnen. „Zusammenfassend kann gegenwärtig davon ausgegangen werden, dass durch die Vorkommnisse auf dem Gelände der Firma Koslow in Wörth keine unmittelbare Gefährdung für die Gesundheit der Landkreisbevölkerung gegeben war oder noch besteht“, wird der Leiter des Gesundheitsamts Landshut in der Presssemitteilung zitiert.

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