Wörth an der Donau Schützen: Proviant contra G'wand

Es geht um die Wurst: Schützenmeister der Sektion Walhalla (Im Bild: Sektionsehrenabend) wollen Knacker- und Brezenkönige behalten. Foto: Simon Stadler

Der Landesverband will Wurst- und Brezenketten verbieten, die Ortsvereine wollen sie behalten. Wer schießt übers Ziel hinaus?

Nein, die Wurst von der Breze wollen sich die Schützen in Wörth und Umgebung nicht nehmen lassen. Die Reaktionen der Schützenmeister fielen allesamt recht ähnlich aus: Es sei eben Tradition, etwas, das man schon lange so mache und das deswegen auch so bleiben werde. Wer das als den üblichen bayerischen Trotz abtut, der missversteht die Schützen-Chefs: Der Knacker- und der Brezenkönig - respektive die Königin - sind den Vereinen etwas Liebgewordenes.  Das gemeinsame Verspeisen stärke die Gemeinschaft.

Im bayerischen Schützenwesen ist eine Diskussion entstanden um die Zukunft der Wurst- und Brezenkönige. Der Wurstkönig, er ist meist der Zweitplazierte des Königsschießens, als Dritter bekommt man die Brezen. Entstanden ist diese Tradition angeblich nach dem Zweiten Weltkrieg: Man hatte wenig zu essen, eine Brezen- oder Wurstkette war ein attraktiver Preis, als das Schützenwesen wieder erlaubt wurde. Zuvor hatte es meist auch für die weiteren Plätze Ketten gegeben, die im Krieg bei vielen Vereinen eingeschmolzen wurden oder anderweitig verschwunden sind. Landesschützenmeister Wolfgang Kink will daraus allerdings keine Tradition abgeleitet wissen. Der Sendung "quer" des Bayerischen Rundfunks sagte Kink: "Wurstkönige haben mit Bräuchen im eigentlichen Sinne überhaupt nichts zu tun. Da bin ich der Meinung, das gehört nicht zum Schützenwesen."

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