Im Jahr 2014 hat Johann Festner alte Zeitungen durchforstet; er sammelte Material für eine Ausstellung über den Ersten Weltkrieg, dessen Beginn sich damals zum 100. Mal jährte. Und wie Festner da so durchblätterte, sträubte sich alles in ihm: "Du liest von Vaterland, Ehre, Kaiser und Heldentod, immer wieder, und da kriegst du eine Wut. Weil das war ja kein Heldentod, da sind Männer in einem dreckigen Schützengraben von einer Granate zerrissen worden." Wer überlebt habe, sei vielfach ohne Hände oder Beine, dafür mit schweren seelischen Störungen zurückgekehrt.

Festner erzählt das am vergangenen Samstagabend im Bürgersaal, als er die Zuhörer zu einer musikalischen Lesung begrüßt, die Kultur in Wörth veranstaltet und die Teil der landkreisweiten Veranstaltungsreihe Kultur.Wirtschaft ist. Nach Festners nachdenklicher Begrüßung betreten der Rezitator Andreas Beck und der Musiker Steven Heelein die Bühne, beide sind ganz in Schwarz gekleidet, als kämen sie gerade von einer Beerdigung. Die Kleiderwahl ist passend, denn der Tod nimmt an diesem Abend im Bürgersaal breiten Raum ein. Beck liest aus dem Werk "Die letzten Tage der Menschheit" des österreichischen Autors Karl Kraus (1874 - 1936). 

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