Ein Hochwasserschutzkonzept mit Poldern entlang der Donau ist "so effektiv, dass wir gar keine Alternative haben". Das sagte Umweltminister Thorsten Glauber (Freie Wähler) am Montag in München, wo er ein langerwartetes Gutachten zum Hochwasserschutz vorstellte. Die Ergebnisse der Studie hatten Glaubers Parteichef Hubert Aiwanger bereits vor der Veröffentlichung zu einer politischen Kehrtwende bewegt. Nun wurden die Ergebnisse auch der Öffentlichkeit vorgestellt. Das Fazit fällt ziemlich eindeutig aus und bietet für den Landkreis Regensburg immerhin eine Variante an.

Im Koalitionsvertrag mit der CSU hatten die Freien Wähler eigentlich den Baustopp der beiden Flutpolder im Landkreis Regensburg und des Polders Bertholdsheim in Oberbayern verankert. Als Reaktion auf Kritik daran hatte der Ministerrat im Januar 2019 ein Gutachten in Auftrag gegeben. An den Ergebnissen dieses Gutachtens komme er nicht mehr vorbei, hatte der erklärte Poldergegner Aiwanger vor einigen Wochen mitgeteilt und die Polder für nötig erklärt.