"Wirklich cool" Ski-Ass Weidle jubelt nach WM-Silber auch im Weltcup

Kira Weidle in Aktion. Foto: Alessandro Trovati/dpa

Skirennfahrerin Kira Weidle rast zwei Wochen nach ihrer Sensations-Abfahrt bei der WM auch im Weltcup mal wieder auf das Podest. Die Risikofreude von Alexander Schmid bleibt indes unbelohnt.

Schon kurz nach ihrer Zieleinfahrt ballte Kira Weidle die Hände zur Faust. Später sprach sie von einem "wirklich coolen Tag". Mit einem furiosen Finish ist die deutsche Skirennfahrerin am Samstag zu ihrem besten Weltcup-Ergebnis seit über zwei Jahren gerast. Zwei Wochen nach ihrer sensationellen Silbermedaille bei der WM in Cortina d'Ampezzo belegte Weidle bei der zweiten Abfahrt im italienischen Val di Fassa am Samstag Rang drei und demonstrierte damit ein weiteres Mal, dass sie inzwischen zu den besten alpinen Speedfahrerinnen überhaupt gehört.

Während die deutschen Männer beim Riesenslalom im bulgarischen Bansko die Top Ten verpassten, war Weidle mit ihrer Vorstellung trotz kleinerer Patzer am Ende "happy".

0,68 Sekunden betrug ihr Rückstand auf die wieder einmal nicht zu schlagende Schweizerin Lara Gut-Behrami, die ihren Sieg vom Vortag wiederholte. Zweite wurde deren Landsfrau, die Abfahrts-Weltmeisterin Corinne Suter (+0,32). "Die Piste liegt mir, obwohl ich jetzt nicht wirklich perfekt gefahren bin", sagte Weidle nach dem insgesamt dritten Weltcup-Podestplatz ihrer Karriere.

Weil der Himmel wolkenverhangen und die Lichtverhältnisse schwierig waren, habe sie bei ihrem wilden Ritt auf der Piste "La Volata" im oberen Teil "die Wellen ein bisschen übersehen", erklärte sie. "Diese Fehler kosten natürlich Zeit." Womöglich kosteten sie die 25-Jährige sogar ihren ersten Sieg auf ganz großer Bühne. Im unteren Abschnitt hingegen zeigte Weidle wie schon am Freitag, als sie bei der ersten Abfahrt im Fassatal Vierte geworden war, wie schnell sie sein kann.

Letztmals auf einem Weltcup-Podium gestanden hatte Weidle im Januar 2019 als Dritte in Garmisch-Partenkirchen. Schon vor zwei Wochen hatte sie von ihren aktuell pfeilschnellen Skiern profitiert und in der WM-Abfahrt Silber geholt. Nun schob die gebürtige Stuttgarterin ihr bestes Weltcup-Ergebnis in der laufenden Saison hinterher.

An die derzeit überragende Gut-Behrami reichte sie allerdings erneut nicht heran. Die Eidgenossin feierte bereits ihren sechsten Weltcup-Sieg in diesem Winter und baute dadurch auch ihre am Freitag übernommene Führung im Gesamtklassement aus. "Chapeau! Es ist schon herausragend, wie sie gerade fährt", sagte Weidle. Die zweite deutsche Starterin in Val di Fassa, Katrin Hirtl-Stanggassinger (+4,76), belegte Platz 41.

Bei den Männern schaffte es Alexander Schmid in Bansko derweil trotz eines beherzten Auftritts nicht unter die ersten Zehn. Der Allgäuer wurde nach Rang sieben im ersten Lauf noch Elfter. Es bestehe aber "kein Grund zur Sorge", sagte der 26-Jährige. Auch mit seiner zweiten Fahrt sei er "größtenteils zufrieden" gewesen. 2,15 Sekunden lag er letztlich hinter dem Kroaten Filip Zubcic, der vor Mathieu Faivre (Frankreich/+0,40) und Stefan Brennsteiner (Österreich/+0,93) siegte. Stefan Luitz (+2,55) belegte Platz 14, Bastian Meisen schied aus.

Schmid war bei der WM zuvor im Parallelevent knapp an Bronze vorbeigeschrammt und mit dem Team auf Platz drei gelandet. Im Riesenslalom vergab er schließlich noch eine mögliche Medaille. In Bulgarien zeigte er sich nun wieder angriffslustig, wurde aber wieder nicht belohnt.

 

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