"Wir haben eine große Chance" Andreas Roder über die Idee zu dieser Reise und die Unterstützung

Vorstand Andreas Roder betonte die Bedeutung dieses internationalen Auftritts. Foto: tl

Das Further „Grenzfähnlein“ tritt bei nationalen Meisterschaften auf, ist bei vielen Festzügen in der Region zu sehen, gibt auch immer wieder Konzerte. Das war in der knapp 60-jährigen Vereinsgeschichte fast immer so. Doch unter Vorstand Andreas Roder brach der Spielmannszug wortwörtlich zu neuen Ufern auf.

Den Anfang machte ein Auftritt in der lothringischen Partnerstadt Ludres bei Nancy. Doch richtig spektakulär wurde es 2005, als die Further „Blauröcke“ für Papst Benedikt auf dem Petersplatz ein Konzert gaben. Es folgten Berlin und New York. Doch warum muss das „Grenzfähnlein“ so weit reisen? Dabei jedes Mal logistische wie auch finanzielle Herausforderungen meistern? „Weil wir uns immer wieder ein neues Ziel setzen müssen“, erklärt Roder. Und das garantiert, das Leistungsniveau halten zu können.

„Das nun ist eine Folge unserer deutschen Meisterschaft“, betont Roder im Gespräch mit der Chamer Zeitung. Dadurch habe man die Möglichkeit gehabt, an diesem Wettbewerb in Spanien teilnehmen zu können. „Wenn man wo gut ankommt, dann kommt man schnell zu solchen Sachen.“

Natürlich stelle das für den gesamten Zug eine enorme Herausforderung dar. Zum einen natürlich logistisch, wobei er bemerkte, dass sich hierbei seit Rom im Jahr 2015 schon eine gewisse Routine etabliert habe und er in Christian Staudner einen absoluten Fachmann in seinen Reihen habe. Möglich seien solche Trips mit dieser großen Gruppe, in der sich auch viele Kinder und Jugendliche befinden, durch den großen Zusammenhalt. „Jeder schaut auf den anderen bei uns“, betont Roder und lobt dabei seine Jugendwarte mit Steffi Franz, Markus Albrecht, Anna-Lena Fischer und Dana Schmidberger an der Spitze.

Viele Sponsoren

Möglich werden solche Projekte aber nicht nur durch den ausgeprägten Team-Geist im Zug, sondern durch die Unterstützung von außerhalb, wie dem Förderverein. Gerade von den Furthern erfahre das „Grenzfähnlein“ stets enorme Rückendeckung, was ihn sehr stolz mache. So gaben beispielsweise die beiden Familien Petra und Hans Köppl sowie Waltraud und Otto Dimpfl Spenden. Ebenso wie einige örtliche Firmen, nämlich die Metzgerei Stefan Altmann, das Autohaus Mühlbauer, die Sparkasse, die Raiffeisenbank, ELOTEC Fischer, der Schlachthof Vion, das Reiseunternehmen Wess, Maschinenbau Deuringer, der Malerbetrieb Gerhard Decker sowie das Kunststoffwerk Katzbach. Zudem leisteten die Stadt Furth im Wald, die Stadtwerke, der Landkreis Cham und vor allem die Bayerische Staatskanzlei („das ist unglaublich, großen Dank an den Ministerpräsidenten und MdL Dr. Hopp“, Roder) einen finanziellen Beitrag, um die Kosten der Spielleute niedrig halten zu können.

Motivationsschub

„Es ist einfach schön zu sehen, wie viele hinter dem Spielmannszug Grenzfähnlein stehen und wie sehr er ihnen am Herzen liegt“, fasste Roder zusammen. Natürlich geht es seinem Zug darum, sich in Spanien auf internationaler Ebene zu beweisen. Doch diese Reise ist mehr als nur die Jagd nach einem Titel. Roder weiß, dass dieses große, ehrenamtliche Engagement auf diesem hohen Niveau über all die Jahre nur möglich ist, weil enormer Zusammenhalt die Basis dafür schafft. „Auch dazu soll die Spanien-Fahrt dienen. Wir wollen was für die Kameradschaft tun.“

Was ein solches Event auslöst, habe sich bereits vor vier Jahren gezeigt: „Der Auftritt in New York hat uns einen enormen Schub gegeben.“ Nichtsdestotrotz versteht sich das „Grenzfähnlein“ in seiner historisch belegten Uniform in erster Linie als Botschafter der Stadt Furth im Wald, des Landkreises Cham, des Freistaates, eben der bayerischen Kultur. Der Vorstand betonte deshalb abschließend: „Wir haben eine große Chance, auf internationaler Ebene einen guten Eindruck zu hinterlassen.

 
 
 

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