"Wir geben unser Kolpingheim nicht her" Kolpingsfamilie in Moosburg holt rechtlichen Rat ein

Der Kolpingsfamilie Moosburg droht der Eigentumsverlust beim Kolpingheim, die Mitglieder sind besorgt. Foto: René Spanier

Der Kolpingsfamilie droht der Verlust des Eigentums an ihrem Kolpingheim. Als Grund wurde in der Mitgliederversammlung am Dienstag das "strukturelle und organisatorische Gesamtgefüge des Kolpingwerkes" angeführt.

Die Kolpingsfamilie überlegt nun, wie man sich rechtlich so aufstellen könne, dass man langfristig das Eigentum am Kolpingheim behält. Vorsitzender Karl Hofmann informierte, dass man diesbezüglich bereits ein Erstgespräch mit einer spezialisierten Anwalts- und Steuerberatungskanzlei geführt habe. Laut dieser gäbe es zur Eigentumssicherung die Möglichkeiten, die Trägerschaft für das Kolpingheim vom Kolpingverein in einen Hausverein, eine gemeinnützige GmbH oder eine Stiftung umzuwandeln. Laut Hofmann sei die beste Variante die gemeinnützige GmbH. Nach der Umwandlung der Trägerschaft sollte dann ein schenkungsweiser Übergang des Kolpingheims an diese gemeinnützige GmbH erfolgen. "Wir dürfen unser Kolpingheim anschließend nicht mehr so nennen", erläuterte Hofmann, "wir müssen einen anderen Namen wie K-Heim oder Vereinsheim finden. Wir haben zu dieser Vorgehensweise keine Alternativen." Die Versammlung ermächtigte die Vorstandschaft, den Vertrag mit der Anwaltskanzlei für die rechtliche Begleitung zur Umwandlung der Trägerschaft zu schließen. Diese werde in den nächsten Tagen ihre Arbeit aufnehmen. Bereits im November soll es laut Hofmann eine außerordentliche Mitgliederversammlung geben, in der über die aktuellen und weiteren Schritte informiert wird. Die Grundstimmung in der Versammlung war klar. "Wir geben unser Kolpingheim nicht her", so der Zwischenruf eines Mitglieds.

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