Wintersport-Highlight am Arber Die wichtigsten Infos zur Biathlon-EM

War im vergangenen Jahr beim IBU Cup am Arber am Start: die zweimalige Staffel-Weltmeisterin Franziska Hildebrand. Foto: Harald Deubert/imago
War im vergangenen Jahr beim IBU Cup am Arber am Start: die zweimalige Staffel-Weltmeisterin Franziska Hildebrand. Foto: Harald Deubert/imago

Das neue Jahr 2022 hält nach wenigen Wochen bereits einen sportlichen Höhepunkt im Bayerischen Wald bereit. Vom 24. bis 30. Januar, kurz vor den Olympischen Spielen in Peking (ab 4. Februar), treffen sich die Biathleten zu ihrer Europameisterschaft im Hohenzollern-Skistadion am Arbersee im Landkreis Regen.

"Biathlon dahoam" ist das Motto der Veranstaltung der Internationalen Biathlon Union (IBU) und des Organisationskomitees (OK) Bayerischer Wald, bei der Ministerpräsident Markus Söder als Schirmherr fungiert.

Die Europameisterschaft ist der Saisonhöhepunkt für diejenigen Biathleten, die im Europacup starten, der zweiten Wettkampfklasse hinter dem Weltcup. Ambitionierte Nachwuchsathleten oder solche Sportler, die es knapp nicht zu Olympia schaffen, werden am Start sein. Manche osteuropäischen Länder schicken aber möglicherweise auch ihre A-Nationalmannschaft, um ihre Athleten einer letzten Leistungsüberprüfung vor Olympia zu unterziehen. Rund einen Monat vor dem Auftakt hat unsere Redaktion die wichtigsten Informationen zusammengestellt.

Der Austragungsort: Das Hohenzollern-Skistadion im Gemeindegebiet von Bayerisch Eisenstein liegt auf 950 Metern Höhe direkt am Großen Arbersee und wird für Biathlon- sowie Langlaufwettbewerbe genutzt. Die Arena, die ein Landesleistungszentrum beherbergt, hat 30 Schießstände und war in den vergangenen Jahren regelmäßig Austragungsort für die deutschen Meisterschaften und den IBU Cup. 2006 fand hier schon einmal eine Biathlon-Europameisterschaft statt. Seit September 2020 wurde das Stadion für knapp drei Millionen Euro erweitert und modernisiert. Die Strecken, sowohl die rasanten Abfahrten als auch die steilen Anstiege, gelten als anspruchsvoll.

Die Disziplinen: Auf dem Wettkampfprogramm stehen das Einzel über 20 (Herren) bzw 15 Kilometer (Damen), der Sprint (10 bzw. 7,5 Kilometer) und die Verfolgungsrennen sowie die Mixed-Staffel und Single-Mixed-Staffel.

Der Zeitplan: Los geht es am Dienstag, 25. Januar, mit dem Training von Männern (10 Uhr) und Frauen (13 Uhr). Am Mittwoch folgen das Einzel der Männer (10:15 Uhr) sowie der Frauen (14 Uhr). Am Donnerstag steht wieder ein Training an (10/13 Uhr), bevor am Freitag die Sprints (10:30 Uhr/14 Uhr) sowie am Samstag die Verfolgungsrennen (10:30 Uhr/13:30 Uhr) anstehen. Den Abschluss bilden am Sonntag, 30. Januar, die Mixed-Staffel (10:30 Uhr) und die Single-Mixed-Staffel (13:30 Uhr).

Die Athleten: Das Organisationskomitee erwartet rund 500 Athleten und Funktionäre aus über 40 Nationen. Welche Biathleten im Einzelnen mit dabei sein werden, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht bekannt, denn die Teams entscheiden von Woche zu Woche neu nach Leistungsstand, wer im Weltcup oder im IBU Cup antritt. Im IBU Cup waren in dieser Saison aber bereits international bekannte Biathleten wie Valentina Semerenko (Ukraine), Anton Babikow und Jewgeni Garanitschew (beide Russland) oder Dominik Windisch (Italien) am Start. Im vergangenen Jahr gab die Langlauf-Olympiasiegerin Stina Nilsson aus Schweden nach ihrem Disziplin-Wechsel just beim IBU Cup am Arber ihr Biathlon-Debüt.

Das deutsche Team: Bernd Eisenbichler, der Sportdirektor des Deutschen Skiverbands (DSV), hat unserer Redaktion bereits einige Namen genannt, die sehr wahrscheinlich im deutschen Team an den Start gehen: Dazu gehören der weltcuperfahrene Lucas Fratzscher, der in der Saison 2019/20 die Gesamtwertung im IBU Cup gewonnen hat und auch diese Saison anführt, und Marion Wiesensarter, im vergangenen Jahr Elfte im Weltcup-Einzel von Antholz, sowie die Vize-Junioren-Weltmeisterin von 2019, Hanna Kebinger, und die Nachwuchshoffnungen Philipp Lipowitz und Lisa Maria Spark. Zum deutschen IBU-Cup-Team gehörten zuletzt auch die zweifache Staffel-Weltmeisterin Franziska Hildebrand oder Maren Hammerschmidt, die 2017 ebenfalls mit der Staffel WM-Gold holte. Gut möglich, dass auch sie bei der EM an den Start gehen.

Zuschauer: Ob und wie viele Fans die Wettbewerbe live an der Strecke verfolgen können, ist aufgrund der Corona-Situation unsicher. OK-Chef Herbert Unnasch ist verhalten optimistisch: "Nach dem aktuellen Stand der Dinge dürften wir keine Zuschauer reinlassen, weil wir als überregionale Veranstaltung gelten", sagte er unserer Redaktion. Die aktuelle Infektionsschutzmaßnahmenverordnung gilt allerdings nur bis 12. Januar. "Wir hoffen weiterhin stark, dass wir zumindest bis zu 1000 Fans pro Tag begrüßen dürfen. Wir planen weiterhin mit Zuschauern, auch der Ticketverkauf läuft weiter", sagt Unnasch. Der Sender Eurosport wird die Wettkämpfe übrigens live übertragen.

Eintrittskarten: Bisher wurden schon über 1000 Karten online verkauft. Diese können über die Internetseite www.biathlon-arber2022.de oder über die OK-Seite bezogen werden und kosten zwischen 11 und 16 Euro. Vip-Tickets gibt es für 95 Euro.

 

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