Winter im Landkreis Straubing-Bogen Straßenmeistereien für den Winterdienst gut gerüstet

Der Winterdienst in der Region ist bestens vorbereitet. (Symbolbild) Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

Der Winter kann kommen: Die Straßenmeistereien des Staatlichen Bauamts Passau sind laut einer Pressemitteilung gut auf die kalte Jahreszeit vorbereitet – auch im Landkreis Straubing-Bogen. In den Salzhallen im gesamten Einzugsgebiet lagern über 25.000 Tonnen Streusalz. Der Umwelt zuliebe kommt verstärkt Sprühtechnik mit einer Sole-Lösung zum Einsatz.

Das Staatliche Bauamt Passau mit den Straßenmeistereien Freyung/Hauzenberg, Passau/Vilshofen, Pfarrkirchen, Deggendorf/Straubing und Viechtach/Zwiesel betreut ein Straßennetz von über 2.100 Kilometern mit 81 eigenem und angemieteten Fahrzeugen, die mit Schneepflügen und Streuautomaten ausgestattet sind. Über 25.000 Tonnen Streusalz lagern in den 25 Salzhallen der Region, zusätzliche 16.000 Tonnen Kapazität bietet das Zentrallager im Hafen Deggendorf. 

Für den Winterdienst auf den Staats- und Bundesstraßen im Landkreis Straubing-Bogen ist die Straßenmeisterei Straubing zuständig. In den Salzhallen Straubing und Bärndorf lagern derzeit rund 1.700 Tonnen Streusalz. Der Winterdienst läuft, je nach Bedarf, im Zwei- oder Drei-Schicht-Betrieb, je Schicht sind drei Mann im Einsatz. Bereits seit Freitag ist im Einzugsbereich ein Fahrzeug im Einsatz, das glättegefährdete Stellen wie zum Beispiel die Donaubrücken oder Waldstrecken kontrolliert und bei Bedarf streut.

Schichtbetrieb und technische Unterstützung

In ganz Niederbayern kontrollieren ein bis zwei Mitarbeiter pro Meisterei ab 3 Uhr nachts die Strecken und entscheiden, ob ein Einsatz der Winterdienstflotte erforderlich ist. Bei Bedarf rücken die Einsatzfahrzeuge bis spätestens 4 Uhr aus, um möglichst sichere Straßen für den Berufsverkehr zu gewährleisten. Abends werden routinemäßig Einsätze bis 20 Uhr gefahren, auf wichtigen Strecken für den überörtlichen Verkehr bis 22 Uhr. Technische Unterstützung bieten Glättemeldeanlagen, die im 10-Minuten-Takt Daten wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit, und Windrichtung sowie Bilder liefern. Mit Hilfe dieser Daten können die Einsatzleiter schneller entscheiden, ob und wo ein Einsatz notwendig wird.

So viel wie nötig, so wenig wie möglich

Der Winterdienst läuft nach dem Grundsatz „So viel Salz wie nötig, so wenig wie möglich“: Zum Schutz der Umwelt setzt man seit mehreren Jahren auf eine Sprühtechnik mit einer Sole-Lösung. Dabei wird das trockene Auftausalz mittels einer Salzlösung (Sole) unmittelbar vor dem Ausstreuen angefeuchtet. Die Sole kann schneller und gleichmäßiger auf der Fahrbahn verteilt werden und bleibt länger liegen. Dadurch erhöht sich die Wirkdauer auf der Fahrbahn, der Streusalzverbrauch verringert sich im Vergleich zu Feuchtsalz nochmals.

Autofahrer sollen mithelfen

Der Winterdienst ist nur ein Baustein für freie Straßen im Winter. Auch die Autofahrer müssen mithelfen und sich im Straßenverkehr den Wetterverhältnissen anpassen – denn der Winterdienst kann nicht überall gleichzeitig sein. Plötzlich auftretende Glätte kann erst nach zwei bis drei Stunden Räumdauer beseitigt werden. Bei sinkenden Temperaturen nimmt außerdem die Wirkung des Tausalzes ab: Bei etwa minus 8 Grad können Schnee und Eis auf der Fahrbahn nicht mehr aufgetaut werden, weshalb Autofahrer dann mit Schneeresten, stellenweiser Glätte, Schneeverwehungen auch mit einer geschlossenen Schneedecke rechnen müssen. Jeder einzelne Verkehrsteilnehmer kann mit wintergerechten Reifen und angepasstem Fahrverhalten einen wichtigen Beitrag zur Verkehrssicherheit leisten.

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