Winter hat Verkehr fest im Griff Wieder Unfälle wegen Schnee und Glätte in Ostbayern

Die Leuchtschrift "Unfall" ist auf dem Dach eines Streifenwagens zu sehen. Foto: Carsten Rehder/dpa/Archivbild Foto: dpa

Es bleibt winterlich in vielen Teilen Bayerns und damit wird es vor allem auf den Straßen gefährlich. Deshalb warnt der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Donnerstag vor glatten Straßen durch überfrorene Nässe.

In der Oberpfalz kam es in der Nacht auf Donnerstag zu insgesamt sechs Unfällen, wie die Polizei mitteilte. Teils rutschten Autos in den Graben oder gegen Bäume. Dabei wurde eine Person leicht verletzt. Auch im Raum Mittelfranken kam es zu Glätteunfällen, hierbei wurde niemand verletzt.

Nach Angaben des DWD soll es vor allem im Oberallgäu und dem Werdenfelser Land, bei den Bayerischen Alpen, weiter schneien. An den östlichen Mittelgebirgen lockert die dichte Wolkendecke zum Nachmittag hin auf und es kommt zu Schneeschauern, bei minus zwei bis plus drei Grad. Ähnlich geht es in der Nacht auf Freitag weiter und auf den Straßen kann es erneut glatt werden.

Lawinengefahr

Für das Bergland und höhere Alpenvorland warnt der DWD auch vor Schneeverwehungen. Der Schnee in den Bergen bringt aber noch eine weitere Gefahr: Lawinen. Der Lawinenwarndienst rief am Mittwochabend in Teilen der bayerischen Alpen die zweithöchste Warnstufe aus: In den Allgäuer, Ammergauer und Werdenfelser Alpen sei die Gefahr oberhalb von 1800 Metern groß, im restlichen bayerischen Alpenraum verbreitet erheblich.

"Unternehmungen im Gebirge verlangen derzeit höchste Vorsicht und lawinenkundliches Beurteilungsvermögen", betonten die Experten. Das Hauptproblem im Westen sei der Neuschnee. "Er kann sich in allen Expositionen spontan als Locker- und Schneebrettlawine lösen oder bereits durch geringe Zusatzbelastung sehr leicht als Schneebrettlawine ausgelöst werden."

Außerdem kam es durch den starken Wind im gesamten bayerischen Alpenraum zu frischen Triebschneeansammlungen, die vor allem kammnah und in eingewehten Rinnen und Mulden sehr leicht vom einzelnen Wintersportler auslösbar sind. Seit Anfang der Woche fiel in höheren Lagen bis zu einem Meter Schnee; bis Donnerstagmittag sollen teils bis zu 60 weitere Zentimeter hinzukommen.

Schon am Dienstag und Mittwoch hatte Tief "Dimitros" für zahlreiche Unfälle auf Bayerns Straßen gesorgt. Autos und Lastwagen prallten gegen Leitplanken, schlitterten in Gartenzäune, stießen gegen Verkehrsschilder und landeten in Straßengräben. Die Polizei registrierte Hunderte wetterbedingte Einsätze. Lesen Sie hierzu Viele Unfälle durch Eis und Schnee in Ostbayern

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