Wiesn-Blaulicht vom 19.09.17 Mehr Langfinger, Nazi-Tattoos, Polizei-Treter

Die Polizei hatte auch am Montag allerlei zu tun. Foto: dpa

Mehr Taschendiebe, Maßkrugschlägereien, ein technischer Defekt und ein paar verbotene Tattoos: Das Wiesn-Blaulicht vom 19. September.

München - Kein Tag ohne Taschendiebe! Auch am Montag waren wieder Langfinger unterwegs, mit mehr oder weniger viel Erfolg. Doch es gab auch größere Vergehen: Maßkrugschlägereien, nach Polizisten tretende Trinker und ein Franzose, der allerlei verbotene NS-Tattoos zeigte: Das sind die Polizeimeldungen vom Oktoberfest19. September.

Taschendiebfahnder können weiteren Erfolg verbuchen

Die Polizei konnte drei Iraker festnehmen, die am Montagabend im einem Festzelt durch die Reihen gingen und sich nach Diebesgut umsahen. Nachdem sie einem 29-jährigen Wiesn-Besucher aus Südafrika den Geldbeutel gestohlen hatten, wurden sie von den Taschendiebfahndern festgenommen.

Ein 22-Jähriger wurde in die JVA gebracht, da gegen ihn ein Haftbefehl vorlag. Seine Mittäter wurden nach erfolgter polizeilicher Sachbearbeitung wieder entlassen.

Maßkrug ins Gesicht

Ein 24-Jähriger schlug gegen 21:20 Uhr einem 50-Jährigen in einem Zelt einen Maßkrug ins Gesicht. Der Sicherheitsdienst hielt alle Beteiligten bis zum Eintreffen der Polizei fest. Der 50-Jährige erlitt eine starke Schwellung an der linken Schläfe und wurde vom BRK betreut. Den 24-Jährige erwartet eine Anzeige wegen gefährlicher Körperverletzung.

Sexueller Übergriff im Zelt

Schon am Samstag kam es zu einem sexuellen Übergriff. Der Täter machte sich die Notsituation einer 22-jährigen Münchnerin zunutze. Mehr dazu lesen Sie hier.

Zelt-Mitarbeiter werden beim Stehlen ertappt

Spanische Taschendiebfahnder beobachteten am Montag, gegen 22 Uhr, zwei Angestellte eines Festzelts (19 und 20 Jahre alt), die gerade zwei abgelegte Jacken an sich nahmen und sie nach Wertsachen durchsuchten. Anschließend verließen sie das Zelt. Die Polizisten konnten die beiden Langfinger wenig später festnehmen.

Beide wurden in eine Haftanstalt gebracht, da sie keinen festen Wohnsitz haben.

Technischer Defekt

Am Montagnachmittag gab es beim XXL-Racer einen technischen Defekt. Verletzt wurde niemand. Mehr dazu lesen Sie in unserem Live-Blog.

LKW fährt Mandelstand an und flüchtet

In der Zeit zwischen Mitternacht und 9 Uhr früh wurde ein Mandelstand in der Matthias-Pschorr-Straße vermutlich durch einen LKW angefahren. Dadurch wurde das Vordach des Standes beschädigt und eingedrückt. Der Betreiber schätzt den Schaden auf ca. 2.000 Euro.

Der bislang unbekannte Fahrer entfernte sich, ohne sich um den Schaden zu kümmern.

Wiesn-Besucher mit verbotenen Tätowierungen

Sicherheitsmitarbeiter stellten gegen 17 Uhr am Eingang zur Wiesn einen 32-jährigen Franzosen fest, der sichtbar eine Odal-Rune am Hals als Tattoo trug. Dabei handelt es sich um ein Abzeichen, das im Zeiten Weltkrieg unter anderem von der SS verwendet wurde, und das verboten ist.

Doch nicht nur die Rune hatte der Mann tätowiert, am Körper war auch ein Hakenkreuz eingestochen. Ihn erwartet nun eine Strafanzeige wegen der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. Da gegen den Franzosen außerdem ein europäischer Haftbefehl vorlag, wurde er sofort festgenommen und in die Haftanstalt des Polizeipräsidiums gebracht.

Sexueller Übergriff durch mehrere Tatverdächtige

Am Sonntag kam es dann ebenfalls zu einem sexuellen Übergriff. Die Polizei sucht Zeugen, auch ist unklar, ob es vielleicht noch weitere Opfer gibt. Lesen Sie hier mehr dazu.

Taschendiebfahnder aus Zürcih überführen Dieb

Ein 22-jähriger Tunesier wurde am Montag gegen 22:40 Uhr von Züricher Taschendiebfahndern dabei beobachtet, als er aus einem Festzelt kam. Der Mann trug neben seiner Weste noch eine Jacke um die Hüfte und hatte erkennbar zwei Handtaschen unter der Weste. Bei einer anschließenden Kontrolle wurden insgesamt drei Mobiltelefone und zwei Handtaschen festgestellt. Hierbei handelte es sich augenscheinlich um Diebesgut. Die Tatorte müssen noch ermittelt werden.
Der Dieb wurde ins Gefängnis gebracht.

Belgier greift Wiesn-Gast an und tritt einem Polizisten in den Rücken

Ein 33-jähriger Belgier schlug am Montag, gegen 23 Uhr, einem zwanzig Jahre älteren Besucher unvermittelt mit der Hand ins Gesicht. Der 53-Jährige wurde nicht weiter verletzt, klagte lediglich über leichte Schmerzen. Eine Einsatzgruppe der Polizei begleitete den Belgier daraufhin vom Festgelände.

Das fand der 33-Jährige aber gar nicht toll und attackierte die am Eingang stehenden Ordner. Als er deswegen in Sicherheitsgewahrsahm genommen und in Richtung Wiesnwache gebracht wurde, trat er einem der Polizisten in den Rücken. Der Beamte erlitt trotz Schutzweste eine Prellung, konnte seinen Dienst aber fortsetzen.

Der Belgier wird heute dem Haftrichter vorgeführt.

Polizeimeldungen vom Vortag verpasst? Hier gibt's das Wiesn-Blaulicht vom Montag

 

idowa-Newsletter kostenlos abonnieren

E-Mail-Adresse:
 
 
 

0 Kommentare

Kommentieren

null

loading