Wien Nach Explosion: Suche nach Verschütteten geht weiter

Schutt liegt auf einer Straße nach einer Explosion bei der zwei Mehrfamilienhäuser über mehrere Stockwerke zum Teil eingestürzt sind. Im Hintergrund sieht man eine kleine Gruppe der Rettungskräfte. Foto: Kevin Hofmann/APA/dpa

42 Menschen sind in den Wohnungen zweier Häuser in Wien gemeldet, die bei einer Explosion teilweise einstürzen. Nun finden Bergungskräfte eine Tote.

Nach der Explosion in einem Mehrfamilienhaus mitten in Wien ist eine Frau tot aus den Trümmern geborgen worden. Nach Angaben des Sprechers der Wiener Berufsfeuerwehr, Christian Feiler, wurde sie in der Nacht auf Donnerstag innerhalb des Gebäudes gefunden. Zudem wurde möglicherweise eine zweite Person geortet. Die Feuerwehr versuche derzeit, zu dieser Person vorzudringen, so Feiler.

Bei dem Unglück waren am Mittwoch 14 Menschen verletzt worden, zwei von ihnen schwer. Zwei Mehrfamilienhäuser wurden stark beschädigt. Am Mittwochabend hatten die Einsatzkräfte vor allem unter einem Schutthaufen vor dem Haus Verschüttete vermutet, fanden aber niemanden. Man konzentriere sich nun auf die Suche im Inneren, nachdem in mehreren vor den Gebäuden verschütteten Autos keine Personen gefunden worden seien, zitierte die Nachrichtenagentur APA Feiler.

Riesiges Loch klafft in dem Gebäude

Auch am frühen Donnerstagmorgen wurden noch drei Personen vermisst. Dabei handelte es sich um Hausbewohner, zu denen es bisher keinen Kontakt gab. Das bedeute aber nicht, dass diese sich zur Unglückszeit auch im Gebäude befunden hätten, betonte die Polizei.

Die Explosion ereignete sich laut Feuerwehr in einem Wohnhaus - unweit der Wiener Innenstadt, nur wenige Minuten zu Fuß von der bekannten Karlskirche entfernt. Nach der Detonation klaffte ein riesiges Loch in dem mehrgeschoßigen Gebäude. Wohnbereiche zwischen dem zweiten und vierten Stock wurden weggerissen, Bauteile und Inventar auf die Straße geschleudert.

Bei der Explosion wurden auch einige Nachbarhäuser beschädigt, an vielen Gebäuden gingen Scheiben zu Bruch. Das Gebiet wurde weiträumig abgesperrt und die umliegenden Gebäude wurden evakuiert. Bei der Suche in den beiden von der Explosion betroffenen Häusern kamen auch Rettungshunde und eine sogenannte Schallortungsgruppe mit Spezialgerät zum Einsatz. Am Abend wurde dann auch schweres technisches Gerät wie etwa ein Traktor mit Schaufel für die Suche und die Bergungsarbeiten verwendet.

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