Katharina Schulze von den Grünen, die neue Oppositionsführerin im bayerischen Landtag, war sich am Dienstag nicht ganz sicher, wen sie da vor sich hatte. Wer Markus Söder "wirklich" sei, wisse man kaum, sagte sie bei der Wahl des CSU-Politikers zum Regierungschef. Was seine "unerschütterlichen Grundüberzeugungen" seien, liege ebenfalls im Nebel.

In der Tat genügt ein Blick ins Archiv, um festzustellen, dass von dem Markus Söder des Jahres 2017 kaum noch etwas übrig geblieben ist. Vom CSU-Generalsekretär Söder früherer Tage sowieso nicht. Und noch im Juni dieses Jahres verteidigte er - schon als Ministerpräsident - noch heftig sein Wort vom "Asyltourismus" gegen die "Belehrungsdemokratie", sprach anlässlich des von CSU-Chef Horst Seehofer vom Zaun gebrochenen Asylstreits mit der CDU-Kanzlerin vom "Endspiel um die Glaubwürdigkeit" und analysierte ein "Ende des geordneten Multilateralismus".

Den vollständigen Artikel lesen Sie auf idowa+ oder in Ihrer Tageszeitung vom 07. November 2018.