Viele Menschen haben im Lockdown das Kochen neu für sich entdeckt. Statt Convenience-Produkten werden frische Zutaten verwendet, mit nie gekannter Inspiration versucht man sich an neuen Rezepten, ganz ohne Zeitdruck wird geschnipselt, gebraten und gebacken. Am Ende stehen ein liebevoll gedeckter Tisch und der gemeinsame Genuss mit der Familie - Esskultur ganz im Sinne von Slow Food.

"Slow Food - das ist in jeder Hinsicht das Gegenteil von Fast Food", liefert Klaus Heubel eine simple Erklärung des Begriffs. Seit zwölf Jahren führt der pensionierte Postbeamte sein Bio-Fachgeschäft in Mietraching. Über die Liebe zu guten, gesunden und nachhaltig erzeugten Lebensmitteln wurde er vor etwa acht Jahren auf Slow Food aufmerksam. Essen mit Bedacht und Genuss, nicht schnell im Vorübergehen hinuntergeschlungen. Essen, das gesund ist und trotzdem lecker, das im wahrsten Sinn des Wortes Leib und Seele zusammenhält, weil es neben dem Bewusstsein, sich selbst etwas Gutes zu tun, auch das schöne Gefühl in sich birgt, im Sinne von Umwelt und Klima, nachhaltig und fair zu konsumieren.