Jitka Hradílková flaniert durch die Karlsbader Kolonnaden, vorbei am Mühlbrunnen. "An dieser Quelle habe ich den norwegischen König Harald V. gefragt, wie er den Geschmack des Wassers findet", sagt die Stadtführerin. Lange rang er um eine diplomatische Antwort, die er den wartenden Journalisten servieren könne, erinnert sie sich.

Nach zwei weiteren Schlückchen aus der Schnabeltasse sagte er: "Oh, it is not unpleasant" - es ist nicht unangenehm. Dass er wenig begeistert war, sah sie ihm natürlich an. Schließlich ist das Thermalwasser, das in Karlsbad aus dem Boden dringt, meist warm bis heiß. Hradílková bezeichnet es lieber als kostenlose Heilung aus dem Inneren der Erde. Das Trinken des Heilwassers wirke wie eine Dusche im Körper und wasche Schadstoffe aus, die Entzündungen und Stress verursachen. Drei Wochen sollte man sich für eine Trinkkur Zeit nehmen und dabei regelmäßig eine der zwölf ausgewiesenen Quellen aufsuchen.