Wenn's heiß wird, dann knallt's Starkregen, Blitze und Hagel: So entsteht ein Gewitter

Blitze zucken am Himmel über Hannover. Foto: Ole Spata/dpa

Der Sommer ist endgültig angekommen und die Temperaturen knacken bald die 30-Grad-Marke. Das bringt aber nicht nur perfektes Badewetter mit sich, auch das Gewitter-Risiko steigt. Aber wie entstehen Gewitter eigentlich?

München - Der Juni hat gerade erst begonnen und die Temperaturen könnten nicht besser sein. Knapp unter 30 Grad und Sonne pur! Aber mit dem sommerlichen Wetter kommen auch starke Gewitter. Die Folgen können Starkregen und sogar Hagelschauer sein. Mancherorts kann es dann auch schon mal kräftig krachen. Mitte Mai wütete beispielsweise ein Tornado am Niederrhein und wirbelte sogar tonnenschwere Wohnwagen durch die Luft.

Wetter: Wie entsteht ein Gewitter?

Gewitter sind gerade im Sommer nichts Ungewöhnliches. Die Sonne scheint länger und intensiver als im Winter. Dadurch erhitzt sich die Luft am Boden und Wasser in Seen oder Flüssen verdampft. Diese feuchte warme Luft steigt wie in einem Topf mit kochendem Wasser auf. Je höher sie aufsteigt, desto kühler wird sie. Dabei kondensiert die Feuchtigkeit, wobei wieder Wärme freigesetzt wird.

Die feuchte aufsteigende Luft kühlt langsamer als die Umgebungsluft ab. Dadurch entstehen Wolken. Je mehr feucht-warme Luft von unten aufsteigt, desto größer wird die Wolke und kann dann bis zur Gewitterwolke wachsen. Ist die Luft in der Wolke zu feucht, fällt sie in Form von Regen wieder auf die Erde, was bei entsprechender Feuchtigkeitsmenge zu Starkregen führen kann.

Warum blitzt, donnert und hagelt es?

Blitze treten auf, wenn in einer Wolke Luft-, Eisen- und Wasserteilchen aneinander reiben, wodurch elektrische Ladung entsteht. Wird die Ladung entsprechend groß, entlädt sie sich in Form eines Blitzes. Dabei wird die Luft extrem heiß und dehnt sich aus. Diese Druckwelle ist dann als Donner zu hören.

Hagel entsteht, wenn Wasser in einer Wolke schnell nach oben getrieben wird und dann gefriert. Die Körner fallen dann innerhalb der Wolke , werden aber mit der warmen Luft wieder nach oben getrieben, wodurch die Hagelkörner größer werden. Dieser Prozess wiederholt sich so oft, bis die Körner zu schwer sind und auf die Erde fallen. Die Größe des Hagels richtet sich danach, wie oft die Körner nach oben getrieben worden sind.

Was ist die häufigste Form des Sommergewitters?

Die typische und häufigste Form eines Gewitters in Deutschland ist das Frontengewitter. im Prinzip entsteht es auf die gleiche Wiese wie andere Gewitter, nur trifft beim Frontengewitter eine Warm- auf eine Kaltfront. Die Kaltfront schiebt sich unter die Warmluft und drückt diese nach oben. An dieser Front können zahlreiche Gewitter entstehen und sich zu sogenannten Superzellen bilden.

 
 

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