Herbst ist Einbruchszeit. Wie schützt man sich am besten gegen Einbrecher? Und was tut man, wenn man nachts verdächtige Geräusche hört? Das hat uns Franz Listl von der Kriminalpolizei erklärt. So viel vorweg: Schlösser und besondere Türen sind nicht alles. Für effektive Prävention müssen Nachbarn zusammenhalten.

Herr Listl, über welche Schwachstellen an Häusern freuen sich Einbrecher?

Franz Listl: Einbrecher nehmen schwache Fenster in den Blick, lieber aber Terrassentüren – schließlich muss auch ein Einbrecher auf seine Adduktoren schauen. Fenster einschlagen gibt’s natürlich genauso: Durch ein Loch auf Höhe des Griffes kann der Täter hineinfassen und die Türe öffnen.

Wie greifen Einbrecher die Fenster und Türen an – mit dem Brecheisen, wie man es aus Filmen kennt?

Listl: Nein, dem Täter reicht in den allermeisten Fällen ein Schraubenzieher. Er versucht, bei Fenstern und Terrassentüren den Flügel vom Türstock zu trennen. Er rammt den Dreher hinein, hebelt, reißt an, windet und schaut: Rührt sich was? Wenn er merkt, mit Körperkraft geht zu wenig, lässt er ab. Mit einem Brecheisen könnte er mehr Druck ausüben, aber das lässt sich schlecht verstecken. Den Dreher kann er flugs im Hemdsärmel verschwinden lassen oder ihn mit einer Bewegung wegschleudern.

Wie suchen sich Einbrecher ein Haus zum Einsteigen aus?