Seit mehr als 20 Jahren gehören sie zum Stadtbild: die Ehrenamtlichen der Chamer Sicherheitswacht in ihren dunkelblauen Jacken mit dem Funkgerät am Revers. Immer wieder patrouillieren sie durch die Straßen, achten auf die öffentliche Ordnung und tragen somit zu einem Stück Sicherheit bei. Inzwischen hat dieses Konzept landkreisweit Nachahmer gefunden. So gibt es schon bald Sicherheitswachten in Bad Kötzting, Roding und Furth im Wald. Vorausgesetzt, es finden sich dafür Leute.

"Hinschauen statt wegschauen!", war das Motto, als am 25. Oktober 1999 die erste Streife in Cham ihren Dienst aufnahm. Sechs Männer und eine Frau gehörten der Sicherheitswacht damals an. "Bis heute haben wir durchweg positive Erfahrungen gesammelt", erzählt Polizeichef Alfons Windmaißer. Er spricht von einem Gewinn für Cham. Gleichwohl betont er, dass die Sicherheitswacht kein Ersatz sei für die Polizei, aber doch eine Unterstützung. "Und sie ist auch kein Zeichen dafür, dass die Sicherheit dort, wo sie unterwegs ist, gefährdet ist", wovon in Cham ohnehin nicht die Rede sein könne. "Denn mit der Sicherheitslage sind wir zufrieden", erklärt Windmaißer. Als Quasi-Uniformträger in nahezu identischer Montur der Polizei fungiere die Sicherheitswacht eher als zusätzliches Auge und Ohr der Einsatzkräfte. Derzeit seien sechs Männer und zwei Frauen sieben Tage die Woche unterwegs.