Welt und All Die Mondlandung: Fake oder Realität?

Wind auf dem Mond? Kann es nicht geben. Doch die amerikanische Fahne sieht so aus, als würde sie flattern. Die Erklärung: Die Astronauten konnten die Fahnenstange nicht vollständig ausfahren. Foto: NASA/dpa

50 Jahre Mondlandung. In den vergangenen Tagen wurde viel über den Hollywood-Film gesprochen. Der Streifen von 1969 feiert Jubiläum. Doch manch ein Verschwörungstheoretiker zweifelt daran. Einige behaupten tatsächlich, dass vor 50 Jahren der erste Mensch den Mond betrat. Das klingt etwas bizarr. Doch was ist dran?

Die Behauptung, Amerikaner wären auf dem Mond gewesen, hat eine Vorgeschichte: Im Wettlauf zum Mond hatten die Russen gegenüber den Amerikanern einen großen Vorsprung. Sie brachten mit Juri Gagarin 1961 den ersten Mann ins Weltall, 1963 die erste Frau. Der Russe Alexei Leonow unternahm 1965 den ersten Spaziergang im All, 1967 verbrannten amerikanische Astronauten bei einem Test einer Raumkapsel der ersten Apollo-Missionen. Dazu hat der amerikanische Präsident John F. Kennedy 1961 verkündet, noch in diesem Jahrzehnt auf dem Mond zu landen. Das setzte unter Druck.

 

Warum die Mondlandung nur ein Film ist

Es gibt andererseits Gründe dafür, dass die Mondlandung nur ein Film ist und die Amerikaner es nicht geschafft hätten, auf den Mond zu fliegen:

1.Ein kritischer Blick auf die amerikanische Fahne auf dem Mond: Sie scheint im Winde zu wehen, wie sie es auf der Erde tun würde. Auf dem Mond gibt es allerdings keine Atmosphäre und daher auch keinen Wind.

2.Mond ohne Sterne: Wenn auf Berggipfeln der Sternenhimmel schillernd leuchtet, sollte er auf dem Mond erst recht sichtbar sein. Doch die Aufnahmen der Mondlandung zeigen keine Sterne. Genau so, wie man es in einem Filmstudio erwarten würde.

3.Schräg verlaufende Schatten: Wenn die Sonne die einzige Lichtquelle wäre, sollten die Schatten auf den Fotos parallel verlaufen. Die Schatten gehen allerdings in verschiedene Richtungen. Genau so, wie es bei Studioscheinwerfern der Fall wäre.

Noch dazu kommt, dass Teleskope gar nichts von dem erkennen können, was Amerikaner für gewöhnlich hinterlassen: Pommes-Reste oder Pappbecher mit dem großen „M“.

 

Warum die Mondlandung Fakt ist

Der Autor Bill Kaysing strickte aus diesen und anderen Argumenten ein fast 200 Seiten starkes Buch: „We never went to the moon (1976)“. Was Bill Kaysing jedoch ausblendet, ist:

1.Die Astronauten konnten die Fahnenstange nicht komplett ausfahren, das stauchte die Fahne und sorgte für den Faltenwurf.

2.Die Astronauten landeten am helllichten Tag auf dem Mond. Das helle Licht sorgte für kurze Verschlusszeiten ihrer Kamera, die die Sterne so nicht einfangen konnte. Wer tagsüber auf der Erde die Kamera in den Himmel richtet, sieht auf den Fotos auch keine Sterne.

3.Auf zweidimensionalen Fotos werden die Unebenheiten des Untergrundes nicht deutlich, auf denen die Schatten waren. Die Schatten verlaufen auf dem Mond nicht parallel aus dem gleichen Grund, warum Schienengleise am Horizont zusammenlaufen: Krümmungen und perspektivische Verzerrungen.

 

Der Konter gegenüber Verschwörungstheoretikern

Neben Schauspielerei auf dem Mond und dem lustvollen Gehüpfe haben die Astronauten noch etwas anderes geleistet: Sie haben viel Mondgestein eingepackt und einen sogenannten Laserreflektor hinterlassen.

Dieser kann einen Laserstrahl, der von einem Teleskop von der Erde aus auf den Mond gerichtet wird, reflektieren und zur Erde zurückschicken. Mit etwa 400 000 Kilometern Entfernung von der Erde zum Mond dauert das gut zwei Sekunden. Das McDonald-Observatorium in Texas kann das beispielsweise. Selbst Verschwörungstheoretiker müssen zugeben, dass eine alternative Erklärung, wie der Reflektor auf den Mond gekommen sei, schwierig wäre. Da müssten schon Aliens im Spiel gewesen sein, aber das ist ein anderes Thema.

Angesichts der erdrückenden Beweise und der Tatsache, dass immer noch viele Verschwörungstheoretiker denken, die Mondlandung wäre ein Film, kann schon mal der Geduldsfaden reißen.

Ein Reporter, ein eingefleischter Verschwörungstheoretiker, unterstellte bei einem Interview dem Astronauten Buzz Aldrin, dem zweiten Menschen auf dem Mond, eine Lüge. Mit 72 Jahren beendete Buzz Aldrin das Interview mit einem Kinnhaken.

 

Vom Umgang mit Verschwörungstheorien ... 

• Wenn bei einer Sache fast nichts dafür, jedoch vieles dagegenspricht, besser nichts behaupten.

• Nur weil keine Sterne zu sehen sind, muss es nicht bedeuten, dass keine da sind.

• Gewellte Fahnen kann es auch ohne Wind geben.

• Schatten können trügerisch sein.

• Aussichtslose Gespräche beenden – nur nicht mit roher Gewalt.

 

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