Wegen Werbung vor der Tribüne Ultras kritisieren "Tabu-Bruch" des SSV Jahn

Die "Hans-Jakob-Tribüne" ist die Heimat der Jahn-Fans. Foto: imago

Anhänger des SSV Jahn Regensburg kritisieren, dass der Club den Zaun vor der Fantribüne bei den Geisterspielen für Werbung nutzt.

Viele Fußballfans in Deutschland sehen dem Neu-Start der Bundesliga kritisch entgegen. Fanorganisationen haben sich zum Teil sehr offensiv gegen die Wiederaufnahme des Spielbetriebs ausgesprochen. Das Thema ist hochsensibel. Nun haben sich auch die Fans des Oberpfälzer Zweitligisten SSV Jahn Regensburg verärgert gezeigt. Laut einem Beitrag auf der Webseite der "Ultras Regensburg" wird der Club nämlich den Zaun vor der Hans-Jakob-Tribüne (Tribüne der Heimfans im Jahnstadion) für Werbung zur Verfügung stellen. Dort also, wo normalerweise die Zaunfahnen der Jahn-Anhänger zu sehen sind.

Ein "absoluter Tabu-Bruch" ist das nach Meinung der Fans. Eine "rote Linie" sei "klar" übertreten worden: "Während man an anderer Stelle auf die Unterstützung der Fans setzt (siehe z.B. Rückerstattung von Dauerkarten), fällt man hier den eigenen Fans in den Rücken." Die Sichtweise der Jahn-Ultras ist klar: "Nein zur Vermarktung der Hans-Jakob-Tribüne!"

"Die Botschaft, die der SSV Jahn mit der Vermarktung des Zauns vor der Hans Jakob Tribüne sendet, ist ein Schlag ins Gesicht aller Fans", schreiben die Ultras in ihrem Statement. Und weiter: "Wie kann man von bodenständig und glaubwürdig sprechen, wenn man diesen symbolträchtigen Ort an Sponsoren, die ihr Image mit dieser Aktion sicherlich nicht verbessern, verkauft. Die Tribüne und ihre Ränge gehören den Fans, egal ob die Stadien voll oder leer sind. Wie kann man von Wertschätzung den eigenen Fans gegenüber sprechen, wenn es für manche scheinbar austauschbar ist, ob Fans hinter der Mannschaft stehen oder Werbung zu sehen ist – und das während man gleichzeitig nie müde wird zu betonen, wie wichtig die Unterstützung der Fans für den Erfolg der letzten Jahre war."

Der SSV Jahn hat sich am Montag zu der Thematik geäußert. Das Statement finden Sie hier.

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