Wegen Glätte in Pfarrkirchen Busfahrer lässt Kinder aussteigen und zu Fuß weitergehen

In Pfarrkirchen ließ ein Busfahrer die Schulkinder wegen der glatten Straßen aussteigen und zu Fuß weitergehen. (Symbolbild) Foto: Peter Kneffel/dpa/dpa

In Pfarrkirchen hat der Fahrer eines Schulbusses am Dienstagmorgen Kinder aussteigen und zu Fuß weitergehen lassen, nachdem er nicht mehr weiterfahren konnte. Ein Vorfall, der bei der Mutter eines der Kinder Besorgnis ausgelöst hat. Gerüchte von nahezu verirrten Kindern machten die Runde. Wir haben deswegen beim Busunternehmen und dem Schulleiter nachgefragt.

Der Busfahrer sei bereits in Pfarrkirchen gewesen, hätte aber wohl in der Nähe eines Unfalls wegen der Straßenglätte keine Möglichkeit mehr gesehen, gefahrlos weiterzufahren, schildert die Mutter unserer Redaktion. Also sei er stehen geblieben, um auf den Räumdienst zu warten, und habe die Kinder zu Fuß weiter zur Schule gehen lassen. Ihre Tochter, eine Fünftklässlerin des Gymnasiums, erzählte, dass sie sich unsicher gefühlt habe, weil sie nicht wusste, wo es langgeht. "Aber ich bin dann einfach den Großen hinterhergelaufen," fügt sie an.

Auf telefonische Nachfrage hat das Busunternehmen den Vorfall so bestätigt. Der Busfahrer habe abwägen müssen und daraufhin die Gefahr, mit den Kindern in den Graben zu rutschen, als zu hoch angesehen, hieß es. Also setzten die Schüler ihren Weg zu Fuß fort. "Es sind ja auch große Kinder dabeigewesen", so die Begründung.

Schulleiter Andreas Rohbogner hatte am Dienstagabend nur am Rande von den Vorgängen erfahren. "Wir wussten nur, dass irgendwo ein Bus stand, wohl im Zusammenhang mit einem Unfall. Und dass deshalb Schüler zu spät gekommen sind." Im Telefonat bringt er das Wichtigste auf den Punkt: "Wir sind erstmal froh, dass alle gut und gesund angekommen sind."

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