Wegen Corona-Virus Beerdigungen finden statt - aber mit Einschränkungen

Momentan finden Beerdigungen nur im sehr kleinen Kreis statt und unter Einhaltung bestimmter Sicherheitsmaßnahmen. (Symbolbild) Foto: imago images / Noah Wedel

Es ist immer schwer, wenn sich im eigenen Familienkreis ein Todesfall ereignet und man sich von einem geliebten Menschen verabschieden muss. Die Termine bei einem Bestattungsunternehmen sowie die Organisation der Beerdigung und der Trauerfeier sind schon unter normalen Umständen nicht leicht. Wie gestaltet sich aber die Vorbereitung und Durchführung einer Beerdigung unter den aktuellen Bedingungen der Corona-Krise?  

Die wichtige Nachricht für Angehörige zuerst: Die am Freitag von Ministerpräsident Markus Söder angeordneten Ausgangsbeschränkungen werden nicht auf Beisetzungen im engsten Familienkreis angewendet. Matthias Liebler, der Stellvertretende Vorsitzende des Bestatterverbandes Bayern, berichtet gegenüber idowa, dass die bayernweit einheitliche Regelung des Gesundheitsministeriums vom Berufsverband ausdrücklich begrüßt wird. Demzufolge finden nach wie vor Bestattungen statt, jedoch mit deutlichen Einschränkungen beziehungsweise unter strengen Auflagen des Gesundheitsministeriums. "Bei Urnenbestattungen ist es möglich, diese zu verschieben, da es in Bayern keinerlei Bestattungsfristen zu beachten gibt", sagt Liebler. Erdbestattungen müssten jedoch nach wie vor innerhalb von 96 Stunden (Feiertage, Samstage und Sonntage ausgenommen) nach Feststellung des Todes stattfinden. Eine Hinausschiebung der Bestattungsfrist sei nur auf Antrag möglich. 

Trotz der aktuellen Situation, in der soziale Kontakte auf ein Minimum reduziert werden müssen, soll weiterhin ein Weg zum Abschied für Familien aufrechterhalten werden. Dabei steht natürlich der Infektionsschutz an oberster Stelle. Das jeweilige Unternehmen legt dabei die Schutzmaßnahmen selbst fest und folgt hier, soweit das von der Betriebsgröße und -struktur möglich ist, den Empfehlungen des Bundesverbandes Deutscher Bestatter. Verschiedene Maßnahmen sind hier vorgesehen, beispielsweise sollen Beratungsgespräche nur noch mit maximal zwei Angehörigen durchgeführt werden, im Idealfall werden diese telefonisch oder per E-Mail erfolgen.  

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