Was vor 100 Jahren in der Zeitung stand Beim Festzug gehen alle Schulkinder mit

Die "Jungfrauenkongregation Straßkirchen" spielt Theater, in Pfelling wird zum Ehrungs-Abend für die Kriegsheimkehrer eingeladen. Foto: pah

Endlich Frieden: Das war der beherrschende Gedanke im Jahr 1919. Mit dem Ersten Weltkrieg endet die Monarchie. Im Deutschen Reich tritt der Achtstundentag in Kraft. In Würzburg kommt Ludwig Volkholz als unehelicher Sohn einer Dienstmagd zur Welt; als Landrat von Kötzting und als bayerisches Original sollte er später bekannt werden. 1919 ist auch das Geburtsjahr des amerikanischen Schauspielers Lex Barker, der als "Tarzan" und "Old Shatterhand" weltberühmt wird. Doch davon wussten die Menschen damals noch nichts. Was sie in unserer Gegend bewegte und was damals in der Zeitung stand, soll Thema unserer Sommerserie sein. Im ersten Teil geht es um die Ausgaben im Januar 1919.

In Bayern muss am 12. Januar ein neuer Landtag gewählt werden. Im Straubinger Tagblatt vom 3. Januar werden die Namen sämtlicher Kandidaten veröffentlicht. Im Stimmkreis Straubing kandidieren unter anderem der Straubinger Bäckermeister Josef Schefbeck und der Konzeller Landwirt Franz Schwarzer (beide für die Bayerische Volkspartei). Schefbeck wird gewählt. Daneben haben aus dem Gebiet des heutigen Landkreises Straubing-Bogen kandidiert: Johann Wartner, Bauer, in Scheibelsgrub (Bayerischer Bauernbund) und Alois Wagner, Gütler (also ein Kleinbauer), in Rattenberg für die Sozialdemokraten.

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