Warnstreiks am Freitagabend 10.000 Streikende legen alle Bänder bei BMW lahm

Zum Abschluss der vierwöchigen Warnstreik-Periode hat am Freitagabend noch einmal eine konzertierte Aktion in mehreren bayerischen BMW-Werken stattgefunden. (Symbolbild) Foto: Hendrik Schmidt/dpa

Zum Abschluss der vierten Warnstreik-Woche der IG Metall haben mehr als 10.000 Streikende am Freitagabend in allen fünf bayerischen BMW-Werken die Produktionsbänder zum Stillstand gebracht. Laut Pressemitteilung der bayerischen IG Metall war es der Höhepunkt der vierwöchigen Streik-Aktion, an der sich mehr als 200.000 Beschäftigte beteiligt hatten. 

In allen fünf bayerischen BMW-Werken hätten die Spätschichten mit insgesamt 10.400 Beschäftigten zeitgleich zwei Stunden früher die Arbeit beendet, hieß es weiter. Entsprechend hätten die Bänder stillgestanden. In Dingolfing beteiligten sich laut IG Metall 4.000 BMWler am Warnstreik, in München 3.500, in Regensburg 2.000, in Landshut 600 und in Wackersdorf 300.

An zahlreichen Warnstreiks im Raum Landshut und Dingolfing haben sich darüber hinaus am Freitagabend insgesamt 6.500 Beschäftigte von zwölf Unternehmen beteiligt. Bei Bosch in Bamberg haben am Freitag und Samstag 5.500 Beschäftigte aller Schichten früher Schluss gemacht, bei Bosch in Immenstadt im Allgäu rund 1.500. Auch bei MAN Truck & Bus in München sind 1.350 Metallerinnen und Metaller in einen Warnstreik getreten.

Insgesamt haben sich damit laut Angaben der IG Metall in Bayern 233.678 Beschäftigte an den vierwöchigen Warnstreik-Aktionen beteiligt. Dies sei die höchste Warnstreik-Beteiligung im Bundesgebiet, hieß es. Johann Horn, Bezirksleiter der IG Metall Bayern, sieht darin "Rückenwind für die Tarifverhandlungen". Nun blicke man nach Nordrhein-Westfalen und erwarte von den Arbeitgebern, dass sie dort ihr Entgeltangebot nachbessern.

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