Bürgermeister Markus Müller und Museumsleiter Günther Bauernfeind durften sich über einen besonderen Neuzugang im Wallfahrtsmuseum freuen. Edeltraud Landgraf aus Waldmünchen überbrachte als Geschenk eine von ihr mit aufwendiger Krüll-Arbeit angefertigte Schatulle mit einem Segensfleckerl der Neukirchner Madonna.

Landgraf befasst sich seit vielen Jahren mit der Krüll-Technik. Für diese Handwerkskunst braucht man unendlich viel Geduld. Krüllarbeiten sind etwas anders als klassische Klosterarbeiten, sie werden nicht mit Draht, sondern mit Papierstreifen hergestellt. Die Oberkante dieser Krüllstreifen wird, wie beim Goldschnitt bei Büchern, vergoldet. Dabei werden auch verschiedene Goldtöne verwendet, je nachdem, welche Glanzwirkung erreicht werden soll. Die Krüllstreifen werden um Stäbchen, Nadeln und Stecknadeln gerollt und dann zu winzig kleinen Röllchen, Spiralen und Schlaufen geformt, die dann zu Ornamenten zusammengefasst werden. Diese Ornamente werden dann um kleine Heiligenbilder, Reliquien von Heiligen oder segenverheißende Gegenstände drapiert, die in einem Rahmen oder einer Schatulle aufbewahrt und verehrt werden.