Wallersdorf Bräuhof: Neue Details aus der Gemeinde

Am liebsten, sagt der Wallersdorfer Bürgermeister, sollte der Bräuhof zur Biergartensaison wieder geöffnet sein. Foto: Bormeth

Die plötzliche Schließung des Bräuhofs in Wallersdorf (Landkreis Dingolfing-Landau) im Februar hat hohe Wellen geschlagen und enttäuschte Gäste hinterlassen. Ein Streit mit den Ex-Pächtern hat die Situation nicht leichter gemacht. Nun gibt es fünf Monate später neue Details, die Hoffnung machen.

Wallersdorf ohne Wirtshaus, das geht nicht. Da sind sich Einwohner und Gemeinde einig. Schon gar nicht zur Biergartensaison. Deshalb muss schnell eine Lösung her. Doch die lässt auf sich warten. Anfang Februar, nur zwei Monate nach Eröffnung, schlossen die Pächter Thomas Engel und Jessica Habdank das Wirtshaus Bräuhof am Marktplatz. Ein Zettel mit "Wir haben geschlossen" klebte von einem Tag auf den anderen an der Eingangstür und ließ die Gäste verdutzt zurück. Auch die Gemeinde wusste nicht, wie es mit dem Wirtshaus weitergehen soll. "So etwas habe ich noch nie erlebt, seit ich Bürgermeister bin. Das ist die größte Enttäuschung für mich", sagte Ottmar Hirschbichler in einer Marktratssitzung. Die Anzahl der Besucher wäre einzigartig hoch gewesen.

Laut der ehemaligen Pächter waren bauliche Mängel der Grund für die Schließung. Dadurch hätten sie das Gasthaus nicht gemäß ihren Ansprüchen führen können. Die Vorwürfe wies Hirschbichler zurück. Das Gebäude sei keineswegs eine Baustelle, ein reibungsloser Betrieb wäre möglich gewesen. Lediglich hätte es sich um Restarbeiten der Sanierung, zum Beispiel am Dachgeschoss, gehandelt. "Diese kleinen Mängel werden derzeit beseitigt, auch die Arbeiten am Biergarten schreiten fort", sagt Hirschbichler auf idowa-Anfrage. Ende Juni/Anfang Juli soll das Gebäude samt Areal komplett fertig sein.

Am liebsten würde der Bürgermeister seinen Einwohnern gleich nach Beendigung der Arbeiten einen geöffneten Bräuhof präsentieren, um die Biergartensaison noch mitnehmen zu können. Doch dafür müsste die Frage nach einem neuen Pächter geklärt werden. Erst vor 14 Tagen konnte sich die Gemeinde mit den alten Pächtern über den Aufhebungsvertrag einigen. "Wir führen Gespräche mit ungefähr zehn Interessenten. Unter Dach und Fach ist leider noch nichts", sagt Hirschbichler. An den Gerüchten, dass eine Festwirtsfamilie vom Gäubodenvolksfest den Betrieb übernehmen könnte, ist nichts dran. "Die Familie Reisinger hat nie angefragt, die Familie Wenisch hat kein Interesse", sagt der Bürgermeister.  

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