Waldzustand verbessert Staatsforsten legen Bilanz vor

Rotbuchen wachsen im Steigerwald bei Ebrach. Foto: picture alliance / David-Wolfgang Ebener/dpa/archivbild/dpa

Das regnerische Wetter dieses Jahres war für Ausflügler unerfreulich - für Bäume dagegen eine Wohltat. Und gut getan hat das auch den Bayerischen Staatsforsten als dem größten deutschen Forstbetrieb.

Nach einem feuchten Frühjahr und Sommer hat sich der Zustand der bayerischen Wälder wieder verbessert. Im Vergleich zu den Vorjahren gibt es nach Angaben der Bayerischen Staatsforsten heuer auch deutlich weniger Schäden durch Borkenkäfer. Zu verdanken ist das nach Angaben eines Sprechers vor allem dem Einsatz der Mitarbeiter, die die von den Käfern befallenen Bäume aus den Wäldern abtransportierten, um eine weitere Ausbreitung der Insekten zu verhindern.

Borkenkäfer befallen hauptsächlich Fichten und können diese in kurzer Zeit zum Absterben bringen. Begünstigt durch mehrjährige Trockenheit im vergangenen Jahrzehnt, haben die Insekten in ganz Mitteleuropa große Schäden in Fichtenwäldern verursacht. Die Staatsforsten legen an diesem Freitag in München ihre neue Bilanz vor.

Die Staatsforsten sind mit 8.000 Quadratkilometern Fläche der größte deutsche Forstbetrieb. Im vergangenen Geschäftsjahr hatte das Unternehmen mit 80 Millionen Euro Nettoverlust ein hohes Defizit verzeichnet. Hauptursache waren die wirtschaftlichen Folgen der Trockenheit und Sturmschäden. Der Wassermangel schädigte die Wälder nicht nur direkt, sondern begünstigte auch die Ausbreitung der Käfer. So lagen zeitweise europaweit riesige Mengen Schadholzes auf Halde, die Preise für Fichtenholz stürzten in den Keller.

In diesem Jahr gab es die umgekehrte Entwicklung: Die Holzpreise schossen in die Höhe. Ob sich die finanzielle Lage der Staatsforsten wieder verbessert hat, gab das Unternehmen aber nicht vorab bekannt. Zwischenzeitlich war Holz sogar knapp geworden. Mittlerweile habe sich die Versorgungslage wieder beruhigt, sagte ein Sprecher.

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