Wald am Gänsberg Rehkitze Mimi und Maxl wieder in freier Natur

Das ist Maxl, er trägt die Ohrmarke mit der Nr. 2 und hat bereits ein kleines "Knopfer"-Gehörn geschoben. Foto: Wolfgang Baumgartner

Mimi und Maxl, zwei Rehkitze aus unterschiedlichen Revieren im Altlandkreis Kötzting, erobern seit dem Wochenende den Gänsberg bei Lederdorn.

Die beiden Kitze hatten unmittelbar nach der Geburt jeweils ihre Mutter verloren; die Geiß von Mimi kam bei einem Verkehrsunfall im Ortsteil Haus in Bad Kötzting ums Leben, Maxls Mutter wurde im Raum Neukirchen bei der Wiesnmahd vom Mähwerk erfasst und getötet. Akribisch und mit viel Mühe wurden die beiden Bambis auf einem Anwesen bei Kolmberg versorgt und auf ihr Leben in freier Wildbahn vorbereitet.

Am Wochenende war es so weit. Mimi und Maxl verabschiedeten sich von ihren Zieheltern und machten sich auf den Weg Richtung Gänsberg. Natürlich war die weite Fläche, die plötzlich zur Verfügung stand, etwas ungewohnt. So kamen Mimi und Maxl immer wieder zum Anwesen zurück, schauten kurz nach und trollten sich dann wieder Richtung Wald.

Den beiden Tieren keine Beachtung schenken

Da beide Tiere einen starken Bezug zu Menschen haben, kann es durchaus sein, dass sie auf Spaziergänger oder Wanderer zugehen. "Sie müssen die Scheu erst lernen, deshalb ist es wichtig, dass den Tieren keine Beachtung geschenkt wird", bittet Wolfgang Baumgartner, auf dessen Anwesen die beiden Kitze großgezogen wurden.

Es ist auch möglich, dass Maxl oder Mimi plötzlich in einem Garten in Lederdorn oder Kolmberg stehen. "Die Bambis auf keinen Fall füttern oder streicheln", appelliert der Ziehvater.

Er hofft, dass sich die beiden den anderen Rehen anschließen. Die Chancen stehen gut, denn im Herbst bilden Rehe sogenannte Sprünge. Das heißt, Rehe, die sogenannte Einzelgänger sind, schließen sich während der Wintermonate zu kleinen Rudeln zusammen.

Rehe sind an den Ohrmarken zu erkennen

Wenn Mimi und Maxl sich einem Sprung anschließen, könnten sie so rasch von ihren Artgenossen Erfahrungen für das Leben in freier Natur sammeln.

Zu erkennen sind Mimi und Maxl übrigens an grünen Ohrmarken mit der Nr. 1 bei Mimi und der Nr. 2 bei Maxl. Bleibt zu hoffen, dass sich die beiden Kitze schnell an ihren neuen Lebensraum gewöhnen und die Freiheit auf dem Gänsberg dann in vollen Zügen genießen.

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