Währungskrise Erdogan plädiert weiter für niedrige Zinsen

Eine Wechselstube in Istanbul zeigt die Kurse vom Freitag. Foto: Emrah Gurel/AP/dpa/dpa

Die türkische Lira ist weiter im freien Fall. Doch Präsident Recep Tayyip Erdogan hält an seiner Wirtschaftspolitik und der Beeinflussung der Zentralbank fest.

Istanbul - Trotz der starken Abwertung des Landeswährung Lira hat der türkische Präsident aufs Neue seine Politik der niedrigen Leitzinsen verteidigt.

"Zinsen machen die Reichen reicher und die Armen ärmer", sagte Recep Tayyip Erdogan einem Bericht der Staatsagentur Anadolu zufolge am Sonntag. Er werde nicht zulassen, dass sein Volk von Zinsen zermürbt werde.

Die türkische Notenbank hatte den Leitzins am Donnerstag erneut gesenkt. Die Währung erreichte daraufhin ein Rekordtief zu Dollar und Euro. Die Notenbank stellte sich damit hinter die umstrittene Wirtschaftspolitik des türkischen Präsidenten. Der ist entgegen der gängigen Lehrmeinung der Ansicht, dass hohe Zinsen Inflation verursachen statt sie zu bekämpfen. Der Leitzins wurde von 15 auf 14 Prozent gesenkt. Es war die vierte Leitzinssenkung in Folge. Die Inflationsrate liegt zurzeit bei 21 Prozent.

© dpa-infocom, dpa:211219-99-444055/2

 
 
 

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