Es ist Donnerstag kurz vor 10.30 Uhr, im Plenarsaal des Deutschen Bundestags hat gerade die namentliche Abstimmung über die Pandemielage begonnen. Das heißt: Die Abgeordneten müssen über die Beschlüsse entscheiden, die Bund und Länder beim Corona-Gipfel in der langen Nacht davor getroffen haben. Axel E. Fischer, ein bulliger Mann mit raspelkurzem grauen Haar, eilt die Treppe zum Plenarsaal hinauf. Doch der CDU-Politiker wird von Mitarbeitern der Oberstaatsanwaltschaft München abgefangen. Es geht um den Vorwurf der Bestechlichkeit.