Wer je als Redner vor Publikum gestanden hat, wird sich am Mittwochabend gewünscht haben, nur ein Scheibchen von der Lockerheit und Redekunst von Harald Lesch zu besitzen. Der TUM-Hörsaal im neuen Campusgebäude an der Donau in Straubing war mit 300 Zuhörern restlos gefüllt.

Längst war die Veranstaltung im Rahmen des Festvials Utopia mit dem TV-bekannten Physikprofessor ausverkauft. Lesch kündigte an, es gebe keine Powerpointpräsentation und er habe kein Manuskript. Er wisse noch nicht, was er sagen werde. Es werde sich entwickeln. Aber soviel - es gehe um die Zukunft. Und über die parlierte Lesch dann eine Stunde mit nie abreißendem roten Faden, Humor und sympathischer Selbstironie und bei aller ungeschminkten Analyse des Naturwissenschaftlers mit der motivierender Aufforderung zu einer Abkehr vom "business as usual", bei der jeder noch so kleine Schritt zählt.