Vorfreude-Interview "Übertrieben viel Spaß haben": SDP über ihre Musik und das Pfingst-Open-Air

Vincent Stein (links) und Dag-Alexis Kopplin sind zusammen SDP. Die beiden treten am Samstag, 14. Mai, beim Pfingst-Open-Air in Salching auf. Foto: Vincent Stein

Eine Premiere wird es für Vincent Stein und Dag-Alexis Kopplin am 14. Mai in Salching nicht werden. Vor drei Jahren standen die beiden Mitglieder von SDP schon auf der Bühne des Pfingst-Open-Airs. Von ihren Erinnerungen daran und ihrer Arbeit mit befreundeten Künstlern erzählen sie im Interview.

Hallo Vincent, hallo Dag, euer aktuelles Album heißt „Zurück in die Zukunst“. Was hat es mit dem Namen auf sich? Geht ihr neue Wege zurück zur alten Kunst?

Dag-Alexis Kopplin: Nein, überhaupt nicht. Nachdem wir im letzten Album einen neuen Staat gegründet haben, wollen wir jetzt das Universum retten. Wer uns kennt, weiß ja, dass wir mit unseren Alben eine Geschichte erzählen wollen.

Bei einigen eurer Lieder arbeitet ihr mit Gastkünstlern zusammen – wie zum Beispiel Adel Tawil, Trailerpark oder Sido. Was ist der Reiz, mit anderen Musikern zusammenzuarbeiten?

Vincent Stein: Viele haben bei Adel gesagt: Ja, der ist ja Radiokünstler. Jetzt will SDP auch ins Radio kommen. So war es aber gar nicht. Es ist gar nichts Außergewöhnliches, mit anderen Künstlern zusammenzuarbeiten. Wir nehmen die auch nicht so als Künstler wahr. Es sind Freunde von uns. Adel habe ich zum Beispiel zuvor schon 13 Jahre gekannt, lange vor seiner Band Ich + Ich. Wir machen da einfach einen Song mit einem Kumpel.

Dag: Ein anderer Künstler bringt nochmal eine neue Richtung rein. Sido war da einer der ersten. Der kam auf uns zu, weil er unsere Musik gut fand. Da haben wir was zusammen gemacht.

Vincent: Bei Adel stand es schon länger im Raum. Es war überfällig und wir hatten das schon seit Jahren vor. Wir haben nur auf die Gelegenheit gewartet.

Dag: Mit unseren Freunden Musik zu machen, hat auch nichts mit solchen Feature-Sachen zu tun, bei denen die Plattenfirmen auf andere Künstler zukommen. Wir reden da selbst mit unseren Freunden.

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Festival-Checkliste: Das brauchst du, um das Wochenende zu überleben Festival-Checkliste: Das brauchst du, um das Wochenende zu überleben

Auf Festivals wieder gefeiert, getanzt, gelacht – und übernachtet. Um mehrere Tage lang Spaß zu haben und dabei für jedes Wetter und alle Eventualitäten gerüstet zu sein, braucht es mehr als nur ein Zelt, einen Schlafsack und Gummistiefel. UInsere Autorin Janine Renard hat eine Checkliste zusammengestellt, die beim Packen der Tasche für das Feierwochenende hilft. Dazu einfach nach rechts klicken.

Festival-Checkliste: Das brauchst du, um das Wochenende zu überleben Verpflegung

Verpflegung
Zwar finden sich auf Festivals genügend Essensstände. Doch ein Müsliriegel zwischendurch und genügend Wasser hält das Energielevel oben. Was sonst noch in den Festivalkoffer sollte, lesen Sie in folgender Liste:

  • Müsli: Wird am besten gelöffelt. Im Idealfall mit Campingbesteck. Das ist schön robust und wenn es verloren geht, war es zumindest nicht Muttis Tafelsilber.
  • Joghurt: Gut für die Verdauung, bringt einen frischen Geschmack in den Mund und erweckt die Lebensgeister wieder von neuem.
  • Fruchtriegel: Der kleine Snack für zwischendurch, wenn die Schlange zum Bratwurstsemmelstand gar so lang ist.
  • Kaugummi: Mit frischem Atem schmust sich’s besser!
  • 5-Minuten-Terrinen, Fertignudeln: Wer nicht gerade eine Mikrowelle mitschleppen will, braucht dafür einen Topf und einen Campingkocher.
  • Kaffee: Am einfachsten ist eine Satz-runter-drück-Kanne – den Kaffee im gekochten Wasser vier Minuten ziehen lassen, den Hebel betätigen und schwupps ist der ersehnte Koffeinschub da!
  • Tee: Genau wie für den Kaffee hilft eine Tasse beim Trinken heißer Flüssigkeiten. Aber bitte aufpassen: Warmes Dosenbier schmeckt noch weniger, wenn man sich vorher die Zunge verbrannt hat.
  • Energydrinks: Beste Wachmacher, wenn ihr ausgerechnet bei eurem Lieblings-Act einen Durchhänger habt und der Zeltplatz gar so weit weg ist.
  • Zwei Sixpacks Wasser: Die wichtigste Zutat für ein gelungenes Festival! Vor allem, wenn es heiß ist, unbedingt an ein, zwei Liter Wasser am Tag denken – die Sanitäter und eure Leber freuen sich!

Festival-Checkliste: Das brauchst du, um das Wochenende zu überleben Ausrüstung

Ausrüstung
Was tun, wenn der Handyakku bereits am ersten Tag flöten geht und der Weg zur Toilette in der Nacht holprig wird, wenn man nichts sehen kann? Ganz einfach: Den Koffer anhand der folgenden Liste packen und die blauen Flecken werden sich in Grenzen halten.

  • Camping-Kocher: Ein praktischer Gehilfe, wenn man Hunger hat oder ganz dringend Wasser kochen muss.
  • Zelt: Vorher unbedingt einmal aufbauen und durchlüften, danach imprägnieren! So müffelt das Zelt nicht und bleibt trocken.
  • Klappstuhl: Dein Freund und Helfer – zur Not auch mal dein Bett. Passt also schön auf, dass ihn keiner klaut!
  • Picknickdecke: Wenn der Boden trocken und der Klappstuhl dann doch nicht mehr auffindbar ist, ist sie eine sehr angenehme Alternative zu jeglicher vertikalen Sitzgelegenheit.
  • Schlafsack & Kissen: Erklärt sich von selbst: Wer gut schläft, kann am nächsten Morgen gleich viel besser weiter feiern.
  • Unterlage für das Zelt: Luftmatratze, Yogamatte und eine Wolldecke: So schläft es sich weich und warm, unabhängig von Wetter und Boden.
  • Wegwerfkameras: Nicht teuer und ihr könnt euch nach dem Festival auf die entwickelten Bilder freuen.
  • Mobile Akkuladestation: Aber nicht vergessen, auch den Akku der Station im Vorfeld laden.
  • Tragetasche/Jutebeutel: Passt alles rein, was rein muss und sieht auch noch gut aus!
  • Kerzen/Teelichter: Sorgt für romantische Stimmung auf dem Zeltplatz oder aber auch einfach nur für Licht auf dem Weg zur Toilette.
  • Bluetooth-Box: Damit hört der gesamte Zeltplatz gute Musik – ob er will oder nicht!
  • (Sonnen)-Brille: Unbedingt ein Etui pro Brille mitbringen, sonst überlebt die Sehhilfe nicht einen Tag in der rauen Wildnis des Festivalplatzes.
  • Müllsäcke/Plastiktüten: Für Dreckwäsche und einen angenehm sauberen Zeltplatz – wer einmal am Tag den Müll aufsammelt, freut sich am Abfahrtstag über die wenige Arbeit.
  • Taschenlampe/Stirnlampe: Beugt blauen Flecken und peinlichen Begegnungen im Dunkeln vor.
  • Spüli, Schwamm und Handtuch: Alles im Kleinformat nimmt nicht viel Platz weg und ihr müsst nicht so viel Geschirr transportieren. Außerdem vermeidet das auf diese Art Unmengen an Plastikmüll.

Festival-Checkliste: Das brauchst du, um das Wochenende zu überleben Kleidung

Kleidung:
Neben den bekannten Gummistiefeln und dem Regenponcho sollten Festivalbesucher für jedes Wetter gerüstet sein. Deswegen auch an dicke Pullis, Handschuhe und Wollsocken denken, aber auch Bikinis, Shorts und Caps – ganz zu schweigen von Unterwäsche.

  • Gummistiefel: Ein absolutes MUSS für jedes Festival!
  • Regenjacke: Am besten im Vorfeld gut imprägnieren. Der gute alte Müllsack über dem Kopf tut es aber auch, schränkt nur leider ein wenig die Bewegungsfreiheit ein.
  • Schal: Groß und flauschig muss er sein, dann wird die kommende Arbeits- oder Schulwoche nicht zur krankheitsbedingten Qual.
  • Mütze und Handschuhe: Wenn’s kalt wird, einfach wie im Winter anziehen, dann bleibt die Laune da wo sie sein soll: nämlich oben!
  • Schlabber-Hoodie: weit, warm, große Taschen, und dreckig darf er werden – der perfekte Hoodie. Als oberste Schicht im Zwiebellook gibt er nochmal eine gewisse Gemütlichkeit. Wichtig: in die Taschen muss alles reinpassen, was so gebraucht wird, unter acht Schichten kommt man schlecht an die Hosentasche.
  • Jogginghose: Für gemütliche Stunden am Zeltplatz, für die Zeit vor dem ersten Kaffee oder als dritte Schlafanzughose gegen die Kälte – Joggingbux muss mit!
  • Kniestrümpfe/Wollsocken: Am besten die von Mutti mit viel Liebe selbstgestrickten, dann bleiben die Füße selbst bei ungemütlichem Wetter warm.
  • Badelatschen/Sommerschuhe: ein Paar fürs Duschen, ein Paar fürs Tanzen – am besten mit diversen Blasenpflastern kombiniert. Schließlich werden auch die ausgelatschtesten Schuhe irgendwann unbequem.
  • Shorts/lange Hosen: ein bis zwei für den Sonnenschein und einmal für den Abend. •
  • T-Shirts/Tops: Für jeden Tag eines und ein Shirt zum Schlafen. Warum so viel? Weil man sich automatisch sauberer und besser fühlt, wenn man in ein frisches Oberteil schlüpfen kann.
  • Bikini/Badehose: Wer weiß, vielleicht ist ein See in der Nähe oder es hat irgendwer geschafft, ein Planschbecken auf den Zeltplatz zu schmuggeln.
  • Kopfbedeckung: Cap, Hut oder Tuch.
  • Unterwäsche und Socken: Eigentlich klar, aber man vergisst immer das, was am logischsten dabei sein sollte.

Festival-Checkliste: Das brauchst du, um das Wochenende zu überleben Hygiene

Hygiene
Mit Deo und Sonnencreme ist es bei den Hygieneartikeln noch nicht getan. Wer mit einem einigermaßen sauberen Gefühl durch das Festival kommen möchte, braucht noch einiges mehr.

  • Desinfektionsspray: für das angenehme Gefühl sauberer Hände und die Waffe gegen Plumpsklo-Bakterien.
  • Hygienetücher: Auch Make-up kann damit entfernt werden.
  • Sprühdeo: Riecht intensiver als ein Roll-On-Deodorant und überdeckt andere Körpergerüche etwas effektiver. Aber aufpassen: Nicht in der Sonne stehen lassen!
  • Trockenshampoo und Sprühspülung: Für alle, die etwas längere Haare haben und es unkompliziert aber sauber haben wollen.
  • Haarbürste und Haargummis: IMMER Ersatz-Haargummis einstecken – nichts ist nerviger als verzottelte Haare im Gesicht, egal ob beim Trinken, Schmusen oder Schlafen.
  • Sonnencreme und Bodylotion: Gibt es auch im Miniformat – die Haut freut sich und riecht angenehm nach Strand.
  • Kernseife: Nimmt weniger Platz als Duschgel und es ist ein Behältnis weniger, das auslaufen kann.
  • Handtuch: Gut zum durch die Galaxistrampen, aber auch so super, wenn man immer eins dabeihat!
  • Zahnbürste und Zahnpasta: Selbstredend! Für die Schmusebären gibt’s noch einen Geheimtipp: Mundspülung mindert auch die schlimmste Fahne. 
  • Make-up: Die Menge ist natürlich jedem selbst überlassen. Allerdings empfiehlt es sich, nur die Basics mitzunehmen – im Laufe des Tages verschmiert der Großteil sowieso.
  • Pinzette: Ob Splitter in der Hand oder Blase am Fuß – eine Pinzette ist immer irgendwie gut dabeizuhaben.
  • Nagelfeile: Genauso wie bei der Pinzette, gibt es mehr als genug Situationen, in denen man froh ist, sie doch noch eingepackt zu haben.
  • Handspiegel: So ein bisschen eitel sind wir doch alle ;) Und am Seitenspiegel irgendeines Autos Lippenstift aufzutragen, ohne daneben zu malen ist schwierig – aus Erfahrung!
  • Q-Tips: Was man damit alles sauberbekommt, ist immer wieder erstaunlich!
  • Ohrstöpsel: Wer doch einmal seine Ruhe haben möchte, kann damit super dem Lärm seiner Umgebung entfliehen.
  • Brillenputztücher: Für klaren Durchblick bei Brillen, Handybildschirmen und und und…
von

Am 14. Mai spielt ihr auf dem Pfingst-Open-Air in Salching. Dort wart ihr bereits 2013. Wie habt ihr das Festival in Erinnerung?

Vincent: Wir haben es sehr gut und genau in Erinnerung. Da sind vor drei Jahren einige Geschichten passiert. Das Pfingst-Open-Air ist eines der ersten Festivals im Jahr. Es leitet die Festival-Saison ein und hat einen sehr familiären Touch. Es war damals unser erstes großes Festival nach unserer ersten Tour.

Dag: Wir hatten eine sehr lustige After-Show-Party. Irgendwann standen wir hinter der Bar und haben Getränke ausgeschenkt.

Vincent: Ich kann aber nur Whiskey-Cola und Gin Tonic mixen, deswegen bekamen das dann alle zu trinken. (lacht)

Was erwartet die Zuhörer denn dieses Jahr bei eurem Auftritt?

Vincent: Leute, die uns schon mal live gesehen, wissen, dass wir bei einem Konzert etwas zusammen erleben wollen. Das ist nichts passives zwischen Zuhörern und uns. Wir wollen eine geile Zeit zusammen haben.

Dag: Wir wollen übertrieben viel Spaß haben und Vollgas geben. Das Pfingst-Open-Air liegt strategisch clever. Da sind wir noch ganz fit und haben noch keine kaputten Füße.

Wo findet man euch am Pfingst-Open-Air? Seid ihr auch auf dem Campingplatz unterwegs oder schaut ihr euch andere Acts an?

Vincent: Hinter der Bar! (lacht) Wir haben vor kurzem die Organisatoren des Pfingst-Open-Air getroffen und da schon angekündigt, dass wir gute Laune mitbringen. Spätestens nach der Show schauen wir auch auf dem Gelände umher. Wir werden auch gar nicht so oft erkannt. Wenn wir nicht stehenbleiben, haben die Leute keine Zeit zu überlegen, woher sie jetzt unsere Gesichter kennen. (lacht)

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