Kontrolle bei Hengersberg

Mutmaßlicher Reichsbürger flüchtet auf A3 vor Polizei


Nur mithilfe mehrerer Polizeistreifen konnte der Opelfahrer am Autobahnkreuz Deggendorf angehalten werden. (Symbolbild)

Nur mithilfe mehrerer Polizeistreifen konnte der Opelfahrer am Autobahnkreuz Deggendorf angehalten werden. (Symbolbild)

Von Redaktion idowa

Am Mittwochmorgen gegen 7.30 Uhr sollte auf der A3 bei Hengersberg ein weißer Opel Insignia mit Kennzeichen aus dem Straubinger Landkreis kontrolliert werden. Der Fahrer reagierte aber nicht.

Wie die Polizei mitteilt, war der 59-jährige Fahrer in Fahrtrichtung Regensburg unterwegs. Beamte der Autobahnpolizei Kirchroth wollten den Opelfahrer kontorllieren. Der reagierte jedoch auf keinerlei Anhaltesignale und fuhr mit Geschwindigkeiten bis circa 160 Stundenkilometer unbeirrt weiter. Blaulicht und Martinshorn ignorierte er. Hierbei fuhr er auf vorausfahrende Fahrzeuge so dicht auf, dass diese gefährdet wurden. Das flüchtende Fahrzeug konnte nur durch mehrere Streifenfahrzeuge beim Autobahnkreuz Deggendorf angehalten werden.

Da der Fahrer seinen Wagen nicht freiwillig verließ, musste er mit unmittelbarem Zwang aus dem Fahrzeug gebracht werden. Bei der Kontrolle stellte sich heraus, dass der im Landkreis Straubing-Bogen wohnende Fahrer, der wohl der Reichsbürgerszene zuzuordnen ist, keine Fahrerlaubnis hat und diesbezüglich bereits mehrfach angezeigt worden war.

Den unbelehrbaren Mann erwarten Strafanzeigen wegen gefährlichem Eingriffs in den Straßenverkehr und Fahren ohne Fahrerlaubnis. In diesem Zusammenhang werden Zeugen gesucht, die auf der A3 zwischen Hengersberg und dem Kreuz Deggendorf von dem Autofahrer behindert oder gefährdet wurden beziehungsweise sachdienliche Angaben machen können. Speziell wird der Fahrer eines roten Renault Clio gebeten, sich bei der Autobahnpolizei Kirchroth oder jeder anderen Polizeidienststelle zu melden.