Vor dem Re-Start gegen Kiel Der Jahn hat Spiel im Stadion simuliert

Jahn-Trainer Mersad Selimbegovic. Foto: imago

Bevor es am Samstag gegen Kiel wieder um Punkte geht, hat sich der SSV Jahn unter anderem mit einem internen Testspiel im Stadion vorbereitet.

Wenn die Bundesliga in Form von Geisterspielen weitergeht, dann wird es für alle ungewohnt sein. Um schon einmal ein Gefühl für die Situation ohne Zuschauer im Stadion zu bekommen, hat Zweitligist SSV Jahn Regensburg am vergangenen Samstag ein internes Testspiel im Jahnstadion abgehalten, wie Trainer Mersad Selimbegovic auf einer virtuellen Pressekonferenz am Freitag verriet. "Wir wollten den Jungs zum einen zeigen, wie es ist, ohne Zuschauer zu spielen, zum anderen wollten wir möglichst ein Testspiel simulieren", erklärte der Jahn-Coach vor dem Heimspiel am Samstag gegen Kiel (13 Uhr, idowa-Liveticker).

Seit Sonntag befindet sich die Mannschaft nun in einer Quasi-Quarantäne in einem Regensburger Hotel, das einzig für die Trainingseinheiten verlassen wurde. Die Situation sei "eine Herausforderung für uns alle", sagte Selimbegovic und ist "froh, dass die Jungs das gut angenommen haben." Nun würde die Vorfreude, wieder spielen zu dürfen, überwiegen - "auch wenn man sich Spiele ohne Fans nicht wünscht." Den Spielern wurde vom Club freigestellt, ob sie wieder spielen möchten. "Wir haben von Anfang an gesagt: Wenn einer irgendwelche Bedenken hat, soll er es sagen. Das ist kein Problem. Jemanden zu zwingen, macht sowieso keinen Sinn."

Selimbegovic weiß, dass gerade auf die Spieler eine besondere Situation im Corona-Spielbetrieb zukommt. Das DFL-Konzept beinhaltet zahlreiche strenge Verhaltensregeln. Der Jahn-Coach hat die Profis auf "Leitplanken und Leitlinien" hingewiesen, auf dem Platz müsse auf aber dann der Sport wieder im Vordergrund stehen. "Die Spieler müssen das abschütteln und sich auf das Spiel fokussieren", sagte er.

Vier Spieler fehlen

Was die Mannschaft betrifft, wird es zunächst vermutlich keine großen Veränderungen im Vergleich zu den Spielen vor der Unterbrechung geben. Da nicht lange als Mannschaft trainiert werden konnte und es auch keine Testspiele gab, hatten Spieler, die hinten dran waren, kaum die Möglichkeit, sich aufzudrängen. Gut möglich ist aber, dass es im Laufe der Restsaison mehr Veränderungen gibt, unter anderem weil es Englische Wochen gibt. Für das Spiel am Samstag stehen Selimbegovic Benedikt Saller (Gelbsperre) sowie die verletzten Federico Palacios, Markus Palionis und Jan-Marc Schneider nicht zur Verfügung.

Auf Selimbegovic selbst kommt ein anderes Coaching zu, weil in einem leeren Stadion die Rufe von der Bank für alle besser zu hören sein werden. Im Spiel werde er sich aber wohl kaum zurückhalten können, glaubt Selimbegovic. "Man muss und wird auch versuchen, die Emotionen zu wecken", sagte er.

Mit einem Sieg könnten die Regensburger (Zehnter/32 Punkte) in der Tabelle an den Kielern (7. mit 34 Zählern) vorbeiziehen. "Kiel ist ein sehr starker Gegner, besonders auswärts sehr gefährlich", sagte Selimbegovic: "Das ist schon eine große Herausforderung für uns."

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