Das Geständnis kam spät und nicht aus dem Mund der jungen Frau auf der Anklagebank, sondern von ihrem Rechtsanwalt. Ja, die 18-Jährige sei damals zu schnell und viel zu nah an ihrem Ex-Freund, der mit seiner neuen Flamme auf einem Spaziergang unterwegs war, vorbeigefahren. Was juristisch die Straftatbestände des vorsätzlichen Eingriffs in den Straßenverkehr sowie der Nötigung erfüllt. Da Jugendstrafrecht zur Anwendung kam, ging es mit einer Geldauflage von 1.500 Euro ab. Was die Auszubildende härter trifft, ist der Verlust des Führerscheins, auf den sie mindestens sechs Monate verzichten muss.

Der Vorfall vom April 2020 im östlichen Landkreis Cham hatte eine Vorgeschichte. Dazu zählte eine Liaison der damals 14-jährigen Angeklagten mit einem ein Jahr älteren Jungen. Das Ende der Beziehung beschäftigte aufgrund von gegenseitigen Anzeigen die Justiz, die aber mit Einstellungen endeten.