Von Zen bis Manga Crashkurs Japan: Alles, was du über das Land wissen musst

Japan - hier erfährst du alles, was du über das Land wissen musst. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

Im Land der aufgehenden Sonne läuft vieles anders als in Europa. 20 interessante Fakten zum Thema Japan.

Knigge

Schuhe: Wer eine japanische Wohnung oder ein japanisches Haus betritt, sollte sich die Schuhe vorher ausziehen. Zumindest dann, wenn vor dem Eingang Hausschuhe oder Slipper aufgereiht sind. Dasselbe gilt beim Besuch von Tempeln und auch in manchen Umkleidekabinen.

Höflichkeit: Wie viele asiatische Völker sind auch die Japaner unglaublich höflich. So gibt es im Japanischen eine eigene Sprachform für die Unterhaltung mit Fremden oder Vorgesetzen. Unter Familienmitgliedern und Freunden geben sich die Japaner auch von der Sprache her etwas lockerer. Wichtig: Statt eines Händedrucks verbeugen sich die Japaner.

Naseputzen: In Japan gilt es als unhöflich, sich auf offener Straße die Nase zu putzen. Lieber ziehen die Japaner die Nase hoch. Wer dringend schneuzen muss, geht dazu in eine Toilette.

Die Sache mit dem Nein: Zwar gibt es im Japanischen ein direktes Wort für „Nein“, im Gespräch werden Japaner dieses aber so gut es geht, vermeiden. Viel höflicher ist es, indirekt Nein zu sagen und umschreiben möglichst blumig, dass etwas gerade unmöglich oder sehr, sehr schwierig ist.

Tradition

Zen: Neben dem Shintoismus ist der Buddhismus die Hauptreligion in Japan, vor allem in der Ausprägung des Zen-Buddhismus. Dieser entstand im 5. Jahrhundert in China und kam im 12. Jahrhundert nach Japan. Neben der Meditation spielt die Konzentration auf den Alltag im Zen eine große Rolle.

Kampfkunst: Karate, Judo, Kendo – diese drei Sportarten prägen die japanische Kampfkunst. Kendo ist dabei der Kampf mit einem Holzschwert, Judo und Karate dienen der Selbstverteidigung. Judo (der sanfte Weg) beinhaltet vor allem Wurf-, Fall- und Bodentechniken. Die Schlagtechniken des Karate (die leere Hand) sind eine perfekte Ergänzung dazu.

Geisha: Eine Unterhalterin oder Animierdame und in der Regel auch nur das. Geishas treten bei Feiern oder Versammlungen auf, etwa in Teehäusern oder in traditionellen japanischen Lokalen. Heutzutage gelten sie als Bewahrerinnen der Tradition. Ursprünglich war der Beruf der Geisha übrigens ausschließlich Männern vorbehalten.

Schriftzeichen: Im Japanischen gibt es drei Arten von Schriftzeichen. Die aus dem Chinesischen entliehenen Kanji sind die Hauptschrift. Hiragana sind ein Silbenalphabet, mit dem die Kanji ergänzt werden. Katakana werden vor allem für ausländische Begriffe verwendet. In der Schule werden von den etwa 80 000 existierenden Kanji etwa 2 200 sogenannte „Alltagskanji“ (Jojo-Kanji) gelehrt.

Pop-Kultur

Anime/Manga: Manga sind japanische Comics, Anime sind Zeichentrickfilme. Was auf den ersten Blick so einfach klingt, ist eine Kunstform, die es seit Beginn des 20. Jahrhunderts gibt. In Japan sind Manga so beliebt, dass es sogar Comics über historische Ereignisse gibt.

Akira Kurosawa: Einer der wichtigsten japanischen Filmregisseure und internationales Aushängeschild des japanischen Films. Seine Arbeiten beeinflussten im Westen Filme wie „Star Wars“ oder „Die glorreichen 7“. Kurosawa ist vor allem durch seine Historien-Filme bekannt.

J-Pop: Japanese-Pop, kurz J-Pop, bezeichnet die japanische Popmusik, die vor allem durch gecastete Bands und Sänger geprägt ist. Das Genre etablierte sich in den 1960er Jahren und brachte international bekannte Künstler wie Hikaru Utada hervor. Koreas K-Pop ist eine direkte Antwort auf den J-Pop Japans.

Godzilla: Eines der Monster-Aushängeschilder Japans. Der 1954 erschienene Film „Godzilla“ begründete das „Kaiju“-Genre, ein Filmgenre, in dem es um riesige Monster und den Kampf gegen sie geht. Der Regisseur des Original-„Godzilla“ wollte mit dem Film die Atombombenabwürfe über Hiroshima und Nagasaki aufarbeiten.

0 Kommentare

Kommentieren

null

loading

Videos