Von wegen Infektionsschutzgesetz Trinkgelage in Landau gipfelt in Schlägerei

Ein Trinkgelage in einer Landauer Wohnung bescherte der Polizei am Samstag einiges an Arbeit. (Symbolbild) Foto: dpa

Ein Trinkgelage in einer Landauer Wohnung hat am Samstag die Polizei stundenlang auf Trab gehalten. Die Teilnehmer machten sich offenbar generell nichts aus dem derzeit geltenden Infektionsschutzgesetz. Stattdessen setzten sie auf "Druckbetankung" und gingen sich dann auch noch gegenseitig an den Kragen.

Doch der Reihe nach. Gegen 22 Uhr wurde die Landauer Polizei erstmals zu der Wohnung gerufen. Anwohner hatten sich zuvor über die Ruhestörung beschwert. Bei der Kontrolle in der Wohnung trafen die Polizisten auf sechs sturzbetrunkene Männer aus fünf verschiedenen Haushalten. Vier der Männer erhielten daraufhin sofort einen Platzverweis, den sie erst nach lanem Hin und Her befolgten. Wegen des offensichtlichen Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz wurde außerdem gegen alle sechs ein Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet.

Allerdings war damit noch lange nicht Schicht im Schacht. Denn die Party-Teilnehmer pfiffen offenkundig nicht nur auf das Infektionsschutzgesetz, sondern auch auf den Platzverweis der Polizei. Sie kehrten wieder zu der Wohnung zurück, um weiter zu bechern. Doch auch diesmal flog die Sache auf. Der Grund: Wohl auch den Unmengen an Alkohol geschuldet, bekamen sich einige der Party-Gäste plötzlich gegenseitig in die Wolle. Nach bisherigem Ermittlungsstand wollte dabei ein 34-jähriger Mann mit einem bisher unbekannten Gegenstand auf die beiden Mieter der Wohnung, einen 50-jährigen Mann und dessen 28-jährigen Sohn, einstechen. Die erteilten dem 34-Jährigen allerdings eine Tracht Prügel. Als die ganzen Tumulte in vollem Gange waren, gingen bei der Polizei mehrere Notrufe ein.

Wieder mussten die Polizisten also zu besagter Wohnung ausrücken. Erst dort konnten die völlig betrunkenen Streithähne schließlich voneinander getrennt werden. Der 34-Jährige hatte sich bei der Schlägerei schwerere Verletzungen zugezogen und musste im Krankenhaus behandelt werden. Der 28-Jährige dagegen kam mit leichteren Verletzungen davon. Gegen das Trio, das an der Gewalteskalation beteiligt war, wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Darüber hinaus setzte es gegen alle sechs Partygäste erneut eine Anzeige wegen eines Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz.

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