Als der Baum waagrecht liegt, hat die Kettensäge leichtes Spiel. Laut surrend findet sie ihren Weg durch das Holz und schneidet den langen und vom Wetter dunkelbraun gegerbten Fichtenstamm in kleine Teile. Nun ist der Maibaum 2019 doch Geschichte. Denn am Montag musste nicht nur der wegen der Corona-Pandemie zunächst stehen gebliebene Maibaum in Rinkam, sondern auch der in Atting weichen.

Während die Rinkamer Feuerwehr in ihrer Jahresversammlung den Baum einen Tag vor dem Lockdown "amerikanisch versteigert" hat (jeder, der ein Gebot abgibt, zahlt den Differenzbetrag zum vorherigen Gebot, die Endsumme ist dann die Gesamterlössumme), wie Kommandant Klaus Hilmer erklärt, wird er in Atting im Feuerwehrhaus zwischengelagert. Zu Brennholz - oder was auch immer der Ersteigerer dann damit anfangen möchte, werde er erst im kommenden Jahr. Dann erhält ihn der Höchstbietende. Die Attinger haben den Stamm in mehrere Meter lange Stücke gesägt. Zuvor half in beiden Ortsteilen ein Bagger beim Umlegen.