Fastenpredigt und Singspiel Nockherberg 2019: Reaktionen und Bilder des Abends

Die Darsteller des Singspiels am Nockherberg 2019 mit Marianne und Michael als Überraschungsgäste. Foto: picture alliance/Tobias Hase/dpa

Erst die Fastenpredigt, dann das Singspiel. Und genauso traditionell, wie am Nockherberg jedes Jahr die Politiker derbleckt werden, wird anschließend über die Güte des Singspiels diskutiert. Die Stimmen und Bilder des Abends in unserem Artikel.

Zum ersten Mal hat der Kabarettist Maxi Schafroth die versammelte Polit-Prominenz mit Ministerpräsident Markus Söder (CSU) an der Spitze mit Spott und teils bissiger Kritik überzogen. Vor allem auf die CSU, auf Söder oder Innenminister Joachim Herrmann, hatte es Schafroth in seiner Fastenrede am Dienstagabend abgesehen, aber auch auf die Freien Wähler als neuen CSU-Koalitionspartner.

Schafroth sagte, er habe sich bewusst dagegen entschieden, in einer bestimmten Rolle aufzutreten, wie in den vergangenen Jahren Luise Kinseher als "Mama Bavaria". "Kein aufgesetztes Schauspiel hier oben - das ist und bleibt dein Kompetenzbereich, lieber Markus." Über die CSU lästerte er, die sei jetzt grün, sozial, dynamisch. Mehr dazu lesen Sie in Spott und bissige Kritik: Schafroth nimmt Söder aufs Korn

Das Singspiel bei der Salvatorprobe sorgte für sehr gemischte Reaktionen. Sowohl die Dargestellten, als auch andere Gäste am Nockherberg haben eine Meinung dazu. Die Stimmen in der Übersicht:

  • Markus Söder (CSU): "Es war großartig. Die Schauspieler sind eine Bank!"
  • Christian Ude (SPD): "Das Singspiel war auf hohem Niveau, aber nichts Neues, die Fortsetzung einer Tradition."
  • Hubert Aiwanger (FW): "Mit dem Klischee, dass man mich als zu bodenständig hinstellt, muss ich wohl leben."
  • Ilse Aigner (CSU): "Es war in bekannter Weise gut. Ich bin mir sicher, die Schauspieler haben alles gegeben. Gar kein Problem, dass ich nicht mehr vor kam. Das Amt der Landtagspräsidentin eignet sich ja auch nicht"
  • Andreas Scheuer (CSU): "Ich wäre nicht da, wo ich jetzt bin, wenn ich nicht Dusel gehabt hätte. Aber als Verkehrsminister wirst schnell in den Topf geworfen, dass du der Autokonzern-Versteher bist, wenn du Arbeitsplätze erhalten willst."
  • Markus Blume (CSU): "Das war großes bayerisches Kino!"
  • Katharina Schulze (Grüne): "Ich habe Tränen gelacht."
  • Otti Fischer, Schauspieler: "Das Singspiel war mir zu lang, hatte Schwächen. Aber generell hat‘s mir schon gefallen!"
  • Georg Eisenreich (CSU): "Anspruchsvoll, sehr treffend wie die Charaktere Söder, Nahles, Schulze herausgearbeitet wurden."
  • Kristina Frank, (CSU): "Das Singspiel war im Vergleich zu den letzten Jahren sehr gut, super Charaktere. Katharina Schulze: unverwechselbar!"
  • Franz Xaver Bogner, Regisseur und Drehbuchautor: "Das Singspiel war bissl zu lang, ging gut los, dann wurde es schwächer, leider. Kürzungen hätten gut getan."
  • Saskia Vester, Schauspielerin: "Ein bisschen zu lang war’s. Die Energie hat nachgelassen. Genial war Stephan Zinner, der mit einer unglaublichen Lässigkeit und einer Präsenz den inneren Kern des Söders traf."
  • Manuel Pretzl (CSU): "Ein bisschen flach, hat ein paar Längen gehabt."

    Lesen Sie dazu auch unseren Kommentar zum Nockherberg 2019 auf idowa.plus.

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