Die Sudentendeutsche Landsmannschaft landete bei ihrer Fahrt ins Blaue in einem Wirtshausgarten bei Prackenbach. Den Ort hatte Obmann Arnulf Illing nicht zufällig gewählt. Das Thema des Nachmittags: der einst erfolgreiche Kapellmeister und Operettenkomponist Harry Nerad.

Nerad, der nach dem Krieg von Eger nach Prackenbach kam, lebte dort bis zu seinem Tod im Jahre 1965. Nerads Tochter Erika Rukolli, wohnhaft in München, hat dazu Kopien von wichtigen Unterlagen aus dem Leben ihres Vaters überlassen, da Illings Eltern Harry Nerad und seine Frau als Heimatvertriebene aus dem Sudetenland nach dem Zweiten Weltkrieg in Prackenbach kannten.

Seine Frau Leopoldine Nerad war in Prackenbach Volksschullehrerin und Harry Nerad konnte an seine frühere Tätigkeit als Journalist anknüpfen.