Volleyball NawaRos 0:3 in Stuttgart: Zwei Sätze Paroli geboten

NawaRo Straubing um Julia Schaefer hat das Auswärtsspiel in Stuttgart verloren. Foto: imago

NawaRo Straubing muss sich bei Meister Stuttgart mit 0:3 geschlagen geben. Zweimal fehlt nicht viel zu einem Satzgewinn.

Im sechsten Spiel der Rückrunde ist es passiert: NawaRo Straubing hat zum ersten Mal in diesem Jahr in der Volleyball-Bundesliga verloren. Nach fünf Siegen am Stück unterlagen die Niederbayern am Mittwochabend mit 0:3 beim amtierenden Meister Allianz MTV Stuttgart. Ein deutliches Ergebnis, doch im Spiel vor 1.600 Zuschauern konnte NawaRo dem Favoriten über weite Strecken Paroli bieten.

So schon im ersten Satz. Hier lag Straubing zwar schon mit fünf Punkten zurück (15:20), glich per Fünf-Punkte-Serie aber aus und erzwang die Crunchtime. NawaRo führte zwischendurch sogar mit zwei Zählern, musste sich letztlich aber mit 25:27 hauchdünn geschlagen geben. „Eigentlich müssen wir den Satz zumachen“, sagte Trainer Benedikt Frank. Vor allem im Aufschlag sei man dann aber zu hektisch geworden. „Das war eigentlich unser Satz. Wir haben ihn selbst ein bisschen hergegeben und Stuttgart hat es einfach erfahrener runtergespielt“, so der Coach.

Im zweiten Satz wird's deutlicher

Deutlicher war die Lage im zweiten Satz. Elf Punkte waren die Gastgeberinnen vorne, als sie den ersten Satzball hatten (13:24). Doch NawaRo wehrte sich bis zum Schluss und konnte fünf Satzbälle abwehren, unterlag mit 17:25 aber dennoch deutlich. „Stuttgart ist in dem Satz über uns drübergefahren. Aber wie wir nochmal zurückgekommen sind und den Schwung für den dritten Satz mitgenommen haben, das war schon gut“, fand Frank.

Im dritten Durchgang waren es dann die Straubingerinnen, die sich zunächst bis auf vier Punkte absetzen konnten (15:11). „Zum Schluss hat uns dann das Selbstbewusstsein ein bisschen gefehlt“, berichtete Frank. Mit 21:25 musst sich NawaRo letztlich auch in diesem Satz geschlagen geben und unterlag mit 0:3.

Ohne drei Stammspielerinnen

Die Leistung ist dennoch beachtlich, weil Straubing auf drei Stammspielerinnen (größtenteils) verzichten musste. Tionna Williams fehlte wie schon beim Heimspiel gegen Erfurt. Ragni Steen Knudsen wurde aufgrund von Knieproblemen früh im ersten Satz ausgewechselt. Und auch Zuspielerin Magdalena Gryka fehlte, weil sie am Tag zuvor im Training einen Ball gegen den Daumen bekommen hatte. „Wir haben ohne drei Stammspielerinnen gespielt und trotzdem so eine Leistung gebracht. Das ist schon toll“, war Frank zufrieden.

Im Zuspiel durfte in Stuttgart erstmals Sofia Turla von Beginn an für NawaRo ran – und wurde auch gleich zur wertvollsten Straubinger Spielerin gewählt. „Es war eine schwierige Situation für sie. Sie musste von Anfang an funktionieren, hatte keine Akklimatisierungschancen. Da kann man ihr nur zu der Leistung gratulieren“, sagte Frank. Natürlich habe sie hier und da noch hektisch agiert, es habe nicht alles perfekt funktionieren können. „Da gehört viel Erfahrung dazu, in der richtigen Situation die richtigen Pässe zu spielen. Aber dafür, dass sie das erste Mal komplett auf dem Feld stand, hat sie toll gespielt“, so Frank.

Am Wochenende ist aufgrund des Pokalendspiels, in dem sich Stuttgart und Dresden gegenüber stehen, spielfrei. Am Samstag in einer Woche wartet dann ein richtiges Highlight auf die niederbayerischen Volleyballfans. Dann ist NawaRo Straubing zu Gast bei den Roten Raben Vilsbiburg. Die beiden Teams sind derzeit Tabellennachbarn und punktgleich – mehr Spannung geht also kaum!

 

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