Das Dröhnen des Motors, der Fahrtwind, der den Körper umschließt, und die Macht, einzig durch eine kleine Handbewegung loszurasen – das alles hat David Datzer mit drei Jahren das erste Mal erlebt. Seitdem geht es für ihn nicht mehr ohne dieses Gefühl. Ans Aufhören dachte er auch nicht, als er sich so gut wie alles im Körper brach, was man sich brechen kann.

„Ich habe schon immer am Benzin geschnüffelt“, sagt David Datzer lachend. Während andere Kinder mit drei Jahren allmählich das Fahrradfahren lernen, probierte sich Datzer auf einem Kindermoped, das ihm Vater Stefan gekauft hatte. Heute tourt der mittlerweile 30-Jährige mit einer BMW S1000 RR mit über 200 PS auf den Rennstrecken dieser Welt. Schon Davids Mutter war erfolgreiche Trackracerin. Das Rennenfahren liegt ihm im Blut.

Jeder Tag dreht sich bei dem 30-jährigen Vilsbiburger um Motorräder. Täglich von 7 Uhr bis 18 Uhr schraubt er in der familiengeführten Werkstatt an Harley-Davidson-Zweirädern herum. Wenn seine eigenen Rennmaschinen dort sind, sogar bis spät in die Nacht. Viele andere Fahrer vertrauen Datzer ihre Renn- oder Straßenmotorräder an, damit er sie umbaut. „Das ist mein ganzer Alltag, sagt der 30-Jährige.