Kleine Ursache, große Wirkung: Falsche Personalien sorgten am frühen Mittwochmorgen dafür, dass bei einer Familie aus Vilsheim plötzlich die Polizei in der Wohnung stand. 

Auslöser des Ganzen war eine Polizeikontrolle im Raum Schwäbisch Gmünd (Baden-Württemberg): Hier wurde von den örtlichen Beamten gegen 2.20 Uhr ein junges Mädchen kontrolliert. Schon die Tatsache, dass das junge Mädchen so früh bzw. spät unterwegs war, machte die Beamten stutzig. Noch mehr staunten sie, als das Mädchen bei der Kontrolle die Personalien einer Zwölfjährigen aus dem etwa 200 Kilometer entfernten Vilsheim (Landkreis Landshut) angab. Die Beamten befürchteten, dass das Mädchen von zuhause ausgerissen sein könnte und verständigten die Amtskollegen in Vilsbiburg. Diese fuhren daraufhin gegen 4.50 Uhr zu den Eltern der Zwölfjährigen. Diese fielen beim Eintreffen der Polizei fast aus allen Wolken. Denn ihre Tochter war keineswegs in Schwäbisch Gmünd, sondern schlummerte friedlich in ihrem Bett. Davon konnten sich auch die Beamten selbst überzeugen. Wie sich herausstellte, hatte das kontrollierte Mädchen in Schwäbisch Gmünd gegenüber der Polizei falsche Personalien angegeben. Warum sie das tat (und warum sie ausgerechnet Name und Adresse der Zwölfjährigen aus Vilsheim angab) ist noch unklar. Die Ermittlungen der Polizei in Schwäbisch-Gmünd dauern an.